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E216 (Propylparaben) ist ein synthetischer Konservierungsstoff, der Lebensmittel, Kosmetika und Arzneimittel vor Schimmel und Bakterien schützt. In der EU ist E216 als Lebensmittelzusatzstoff seit 2006 verboten.
Tipps & Infos zu Gesundheitsthemen Tipps & Infos zu GesundheitsthemenE216 (Propylparaben) ist ein synthetischer Konservierungsstoff, der Lebensmittel, Kosmetika und Arzneimittel vor Schimmel und Bakterien schützt. In der EU ist E216 als Lebensmittelzusatzstoff seit 2006 verboten.
E216 ist die E-Nummer für Propylparaben (chemische Bezeichnung: Propyl-4-hydroxybenzoat), einen synthetischen Konservierungsstoff aus der Gruppe der Parabene. Parabene sind Ester der p-Hydroxybenzoesäure und werden seit Jahrzehnten als antimikrobielle Wirkstoffe in Lebensmitteln, Kosmetika und pharmazeutischen Produkten eingesetzt. E216 verhindert das Wachstum von Schimmelpilzen, Hefen und bestimmten Bakterien und verlängert so die Haltbarkeit von Produkten.
In der Europäischen Union ist E216 (Propylparaben) sowie E217 (Propylparaben-Natriumsalz) seit dem Jahr 2006 als Lebensmittelzusatzstoff nicht mehr zugelassen. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat die Zulassung aufgrund von Bedenken hinsichtlich der hormonellen Wirksamkeit dieser Verbindungen nicht erneuert. In anderen Ländern, insbesondere in den USA, war und ist Propylparaben in bestimmten Lebensmitteln weiterhin unter regulierten Bedingungen zugelassen.
Historisch wurde E216 in verschiedenen Lebensmitteln eingesetzt, darunter:
Auch heute noch wird Propylparaben in zahlreichen Kosmetika (z. B. Cremes, Lotionen, Shampoos) sowie in Arzneimitteln (z. B. als Konservierungsmittel in Salben und Sirupen) eingesetzt, da die Zulassungsbeschränkungen dort anderen Regelungen unterliegen.
Propylparaben wirkt antimikrobiell, indem es die Zellmembran von Mikroorganismen schädigt und deren Enzymsysteme hemmt. Dadurch wird die Vermehrung von Schimmelpilzen, Hefen und grampositiven Bakterien effektiv unterdrückt. Die antimikrobielle Wirkung ist pH-abhängig und am stärksten im sauren bis neutralen Bereich.
Die wesentlichen gesundheitlichen Bedenken gegenüber E216 betreffen seine östrogene Wirkung. Propylparaben kann an Östrogenrezeptoren binden und hormonähnliche Effekte im menschlichen Körper auslösen, weshalb es als endokriner Disruptor (hormonaktive Substanz) eingestuft wird. Folgende Risiken werden in der wissenschaftlichen Literatur diskutiert:
Aufgrund dieser Bedenken hat die EFSA die zulässige Tagesdosis (ADI) für Propylparaben auf 0–0,1 mg pro kg Körpergewicht herabgesetzt und die Zulassung als Lebensmittelzusatzstoff entzogen.
Verbraucherinnen und Verbraucher können Propylparaben auf Produktetiketten unter folgenden Bezeichnungen erkennen:
Da E216 in der EU als Lebensmittelzusatzstoff verboten ist, sollte das Auftauchen dieser Bezeichnung auf Lebensmitteletiketten in Europa als Warnsignal gewertet werden.
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