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Das Atretokolon ist eine seltene angeborene Fehlbildung, bei der der Dickdarm (Kolon) vollständig oder teilweise verschlossen ist. Es handelt sich um einen medizinischen Notfall, der meist kurz nach der Geburt operativ behandelt werden muss.
Tipps & Infos zu Gesundheitsthemen Tipps & Infos zu GesundheitsthemenDas Atretokolon ist eine seltene angeborene Fehlbildung, bei der der Dickdarm (Kolon) vollständig oder teilweise verschlossen ist. Es handelt sich um einen medizinischen Notfall, der meist kurz nach der Geburt operativ behandelt werden muss.
Das Atretokolon (auch Kolonatresie genannt) ist eine seltene angeborene Fehlbildung des Dickdarms (Kolon). Dabei ist der Dickdarm an einer oder mehreren Stellen vollständig verschlossen oder unterbrochen, sodass der Darminhalt nicht passieren kann. Die Erkrankung gehört zur Gruppe der intestinalen Atresien und betrifft schätzungsweise 1 von 20.000 bis 40.000 Lebendgeburten. Ein Atretokolon stellt einen neonatalen Notfall dar und erfordert eine rasche medizinische Behandlung.
Die genaue Ursache des Atretokolons ist nicht vollständig geklärt. Folgende Faktoren werden als mögliche Auslöser diskutiert:
Die Symptome des Atretokolons treten in der Regel kurz nach der Geburt auf und umfassen:
Die Diagnose des Atretokolons erfolgt durch eine Kombination verschiedener Untersuchungsmethoden:
In einigen Fällen kann ein Atretokolon bereits vor der Geburt durch einen pränatalen Ultraschall vermutet werden, wenn erweiterte Darmschlingen oder ein Polyhydramnion (erhöhte Fruchtwassermenge) festgestellt werden.
Die Behandlung des Atretokolons ist ausschließlich operativ und muss so rasch wie möglich nach der Diagnosestellung erfolgen.
Ziel der Operation ist die Wiederherstellung der Darmkontinuität. Je nach Schweregrad und Lage der Atresie kommen folgende Eingriffe infrage:
Nach der Operation benötigen die Neugeborenen intensivmedizinische Betreuung. Eine parenterale Ernährung (intravenöse Nährstoffzufuhr) überbrückt die Phase bis zur vollständigen Erholung der Darmfunktion. Langfristig können Probleme wie Kurzdarmsyndrom oder Motilitätsstörungen auftreten, insbesondere wenn größere Darmabschnitte entfernt werden mussten.
Die Prognose des Atretokolons hat sich durch moderne Neonatologie und Kinderchirurgie erheblich verbessert. Bei frühzeitiger Diagnose und komplikationsloser Operation ist die Langzeitprognose in vielen Fällen gut. Die Überlebensrate liegt bei über 90 %. Begleitfehlbildungen, wie z. B. eine Morbus Hirschsprung-ähnliche Innervationsstörung oder kardiovaskuläre Fehlbildungen, können die Prognose beeinflussen.
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