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Das atlantoaxiale Gelenk verbindet den ersten und zweiten Halswirbel (Atlas und Axis) und ermöglicht die Drehbewegung des Kopfes. Erkrankungen dieses Gelenks können zu Instabilität und Schmerzen führen.
Tipps & Infos zu Gesundheitsthemen Tipps & Infos zu GesundheitsthemenDas atlantoaxiale Gelenk verbindet den ersten und zweiten Halswirbel (Atlas und Axis) und ermöglicht die Drehbewegung des Kopfes. Erkrankungen dieses Gelenks können zu Instabilität und Schmerzen führen.
Das atlantoaxiale Gelenk ist die Verbindung zwischen dem ersten Halswirbel (Atlas, C1) und dem zweiten Halswirbel (Axis, C2). Es handelt sich um ein funktionell bedeutsames Gelenk der oberen Halswirbelsäule, das hauptsächlich für die Rotation des Kopfes verantwortlich ist – also die Drehbewegung des Kopfes von einer Seite zur anderen. Etwa 50 % der gesamten Rotationsbewegung der Halswirbelsäule finden in diesem Gelenk statt.
Das Gelenk wird durch ein komplexes System aus Bändern stabilisiert, insbesondere durch das Ligamentum transversum atlantis, das den Zahnfortsatz (Dens axis) des Axis an den Atlas fixiert und eine übermäßige Bewegung verhindert.
Das atlantoaxiale Gelenkkomplex besteht aus drei Einzelgelenken:
Eine atlantoaxiale Instabilität beschreibt eine übermäßige Beweglichkeit des Gelenks, die auf eine Lockerung oder Verletzung der stabilisierenden Bänder zurückzuführen ist. Sie kann angeboren (z. B. bei Down-Syndrom) oder erworben (z. B. durch Trauma, rheumatoide Arthritis oder Infektionen) sein. Im schlimmsten Fall droht eine Kompression des Rückenmarks.
Bei einer atlantoaxiale Subluxation kommt es zu einer teilweisen Verschiebung zwischen Atlas und Axis. Dies kann nach Verletzungen, bei entzündlichen Erkrankungen wie der rheumatoiden Arthritis oder spontan (z. B. beim Grisel-Syndrom nach Infektionen im Hals-Nasen-Ohren-Bereich) auftreten.
Degenerative Veränderungen des atlantoaxialen Gelenks können zu chronischen Nackenschmerzen, eingeschränkter Kopfbeweglichkeit und lokalem Druckschmerz führen. Diese Form der Arthrose betrifft häufig ältere Menschen.
Erkrankungen des atlantoaxialen Gelenks können sich durch verschiedene Beschwerden äußern:
Die Diagnose von atlantoaxialen Erkrankungen erfolgt durch:
Bei leichten Formen der atlantoaxialen Instabilität oder Arthrose stehen konservative Maßnahmen im Vordergrund:
Bei schwerer Instabilität, drohender Rückenmarkskompression oder therapieresistenten Beschwerden kann eine operative Stabilisierung (atlantoaxiale Fusion oder Spondylodese) notwendig sein. Dabei werden Atlas und Axis durch Schrauben und Stäbe miteinander verbunden, um eine dauerhafte Stabilität zu gewährleisten.
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