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Alaun ist eine natürliche Mineralverbindung mit adstringierender Wirkung. Er wird in der Medizin, Kosmetik und Lebensmittelverarbeitung eingesetzt.
Tipps & Infos zu Gesundheitsthemen Tipps & Infos zu GesundheitsthemenAlaun ist eine natürliche Mineralverbindung mit adstringierender Wirkung. Er wird in der Medizin, Kosmetik und Lebensmittelverarbeitung eingesetzt.
Alaun (chemisch: Kaliumaluminiumsulfat, KAl(SO₄)₂·12H₂O) ist ein wasserlösliches Doppelsalz aus der Gruppe der Sulfate. Er kommt in der Natur als Mineral vor und wird auch synthetisch hergestellt. Am häufigsten verwendet wird Kaliumalaun, daneben existieren Varianten wie Ammoniumalaun oder Chromalaun. Alaun besitzt eine ausgeprägte adstringierende (zusammenziehende) Wirkung auf Gewebe und Schleimhäute, was seinen vielseitigen Einsatz in Medizin, Kosmetik und Industrie erklärt.
Alaun bildet farblose, kristalline Feststoffe und löst sich gut in Wasser. Seine wichtigsten chemischen Eigenschaften sind:
Alaun wird traditionell zur Blutstillung bei kleinen Schnittwunden verwendet, zum Beispiel nach dem Rasieren. Sogenannte Alaunsteine (Rasier-Alaunsteine) werden direkt auf die Wunde aufgetragen und stoppen die Blutung durch ihre hämostatische Wirkung.
In natürlichen Deodorants und Antitranspirantien wird Alaun als wirksamer Ersatz zu synthetischen Aluminiumchlorid-Verbindungen eingesetzt. Er reduziert Schweiß und hemmt geruchsbildende Bakterien, ohne die Poren dauerhaft zu verstopfen.
Aufgrund seiner adstringierenden und antimikrobiellen Eigenschaften findet Alaun Anwendung in Mundwässern und bei der Behandlung von leichten Zahnfleischentzündungen (Gingivitis). Er festigt das Zahnfleischgewebe und kann Bakterienwachstum im Mundraum hemmen.
Alaun wird bei übermäßigem Schwitzen (Hyperhidrose), Akne und unreiner Haut eingesetzt. Seine porenverengende Wirkung macht ihn zu einem beliebten Inhaltsstoff in Gesichtswässern und Tonics.
In der Lebensmittelindustrie ist Alaun als Lebensmittelzusatzstoff E520 (Aluminiumsulfat) zugelassen. Er dient als Festigungsmittel, beispielsweise bei der Herstellung von eingelegten Gurken oder Maraschino-Kirschen, um die Knackigkeit zu erhalten. In manchen Ländern wird er auch als Backtriebmittel verwendet. In der Europäischen Union ist sein Einsatz in Lebensmitteln streng reguliert.
Alaun gilt bei äußerlicher Anwendung in normalen Mengen als sicher. Bei übermäßiger oder langfristiger Anwendung können jedoch folgende Risiken auftreten:
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