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Anisozytose beschreibt das Auftreten von roten Blutkörperchen unterschiedlicher Größe im Blutbild. Sie ist ein häufiger Hinweis auf verschiedene Bluterkrankungen wie Anämie.
Tipps & Infos zu Gesundheitsthemen Tipps & Infos zu GesundheitsthemenAnisozytose beschreibt das Auftreten von roten Blutkörperchen unterschiedlicher Größe im Blutbild. Sie ist ein häufiger Hinweis auf verschiedene Bluterkrankungen wie Anämie.
Anisozytose bezeichnet einen Befund im Blutbild, bei dem die roten Blutkörperchen (Erythrozyten) eine ungleichmäßige, also unterschiedlich große Form aufweisen. Der Begriff setzt sich aus dem griechischen aniso (ungleich) und kytos (Zelle) zusammen. Im gesunden Blut sind Erythrozyten annähernd gleich groß, mit einem Durchmesser von etwa 6 bis 8 Mikrometern. Bei der Anisozytose weichen die Zellen deutlich von dieser Norm ab – manche sind zu groß (Makrozytose), andere zu klein (Mikrozytose), oder beides tritt gleichzeitig auf.
Die Anisozytose ist selbst keine eigenständige Erkrankung, sondern ein labormedizinischer Befund, der auf eine zugrunde liegende Störung der Blutbildung hinweist. Sie wird im großen Blutbild mithilfe des Parameters RDW (Red Cell Distribution Width) gemessen, der die Streubreite der Erythrozytengröße angibt.
Anisozytose kann durch zahlreiche Erkrankungen und Mangelzustände ausgelöst werden. Zu den häufigsten Ursachen zählen:
Die Anisozytose selbst verursacht keine direkten Symptome. Die Beschwerden, die auftreten, sind in der Regel auf die zugrunde liegende Erkrankung zurückzuführen. Typische Symptome der begleitenden Anämie können sein:
Die Anisozytose wird durch ein großes Blutbild (Differenzialblutbild) festgestellt. Der wichtigste Laborparameter ist der RDW-Wert (Red Cell Distribution Width), der die Variationsbreite der Erythrozytengröße angibt. Ein erhöhter RDW-Wert (über 14–15 %) deutet auf eine ausgeprägte Anisozytose hin.
Zusätzlich betrachtet der Arzt weitere Blutwerte wie:
In manchen Fällen wird zur weiteren Abklärung ein Blutausstrich mikroskopisch untersucht, um die Form und Größe der Erythrozyten direkt zu beurteilen.
Da die Anisozytose ein Symptom einer Grunderkrankung ist, richtet sich die Behandlung stets nach der ursächlichen Störung:
Eine regelmäßige Blutbildkontrolle ist wichtig, um den Therapieerfolg zu überwachen.
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