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Das Ameloblastom ist ein seltener, gutartiger, aber lokal aggressiver Tumor des Kieferknochens, der vom Zahnschmelzgewebe ausgeht und meist im Unterkiefer auftritt.
Tipps & Infos zu Gesundheitsthemen Tipps & Infos zu GesundheitsthemenDas Ameloblastom ist ein seltener, gutartiger, aber lokal aggressiver Tumor des Kieferknochens, der vom Zahnschmelzgewebe ausgeht und meist im Unterkiefer auftritt.
Das Ameloblastom ist ein seltener Tumor, der im Kieferknochen entsteht und vom sogenannten Schmelzepithel ausgeht – dem Gewebe, das bei der Zahnentwicklung den Zahnschmelz bildet. Obwohl es sich in der Regel um einen gutartigen (benignen) Tumor handelt, wächst er lokal aggressiv und kann den Kieferknochen erheblich zerstören. In seltenen Fällen kann er auch bösartig entarten. Das Ameloblastom macht etwa 1 % aller Mundtumoren und rund 10 % aller odontogenen (zahnbürtigen) Tumoren aus.
Die genauen Ursachen des Ameloblastoms sind nicht vollständig geklärt. Man geht davon aus, dass es aus Resten des Schmelzepithels entsteht, die nach der Zahnentwicklung im Kieferknochen verbleiben. Folgende Faktoren werden diskutiert:
Das Ameloblastom tritt am häufigsten im Alter zwischen 30 und 60 Jahren auf und befällt beide Geschlechter gleich häufig. In etwa 80 % der Fälle ist der Unterkiefer (Mandibula) betroffen, vor allem die Molarenregion.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) unterscheidet verschiedene Typen des Ameloblastoms:
Das Ameloblastom wächst oft über Jahre hinweg schmerzlos und wird daher häufig erst spät entdeckt. Typische Symptome umfassen:
Die Diagnose des Ameloblastoms erfolgt durch eine Kombination aus bildgebenden Verfahren und histologischer Untersuchung:
Die Behandlung des Ameloblastoms richtet sich nach Tumortyp, Lokalisation und Ausdehnung. Da das Ameloblastom eine hohe Rezidivneigung hat, ist eine radikale chirurgische Therapie der Goldstandard.
Die Prognose des Ameloblastoms ist nach vollständiger chirurgischer Entfernung gut, jedoch ist aufgrund der hohen Rezidivrate eine langfristige Nachsorge unerlässlich. Rezidive können noch Jahre bis Jahrzehnte nach der Erstbehandlung auftreten. Regelmäßige klinische Kontrolluntersuchungen und bildgebende Verlaufskontrollen (Röntgen, CT) werden empfohlen.
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