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Anorexie (Magersucht) ist eine ernste Essstörung mit starkem Gewichtsverlust, verzerrtem Körperbild und intensiver Angst vor Gewichtszunahme. Sie erfordert frühzeitige medizinische Behandlung.
Tipps & Infos zu Gesundheitsthemen Tipps & Infos zu GesundheitsthemenAnorexie (Magersucht) ist eine ernste Essstörung mit starkem Gewichtsverlust, verzerrtem Körperbild und intensiver Angst vor Gewichtszunahme. Sie erfordert frühzeitige medizinische Behandlung.
Anorexie, medizinisch Anorexia nervosa, ist eine schwere psychische Erkrankung aus dem Bereich der Essstörungen. Betroffene schränken ihre Nahrungsaufnahme stark ein, haben eine ausgeprägte Angst vor Gewichtszunahme und nehmen den eigenen Körper verzerrt wahr. Trotz gefährlichen Untergewichts sehen sich viele Betroffene als zu dick. Die Erkrankung betrifft überwiegend Jugendliche und junge Erwachsene, vor allem weiblichen Geschlechts, kann jedoch in jedem Alter und bei allen Geschlechtern auftreten.
Die Ursachen der Anorexie sind vielschichtig und umfassen biologische, psychologische und soziale Faktoren:
Die Symptome der Anorexie lassen sich in körperliche und psychische Beschwerden unterteilen:
Die Diagnose erfolgt durch eine umfassende ärztliche und psychiatrische Untersuchung. Grundlage sind die Kriterien des DSM-5 (Diagnostisches und Statistisches Manual Psychischer Störungen) oder der ICD-11 (Internationale Klassifikation der Krankheiten). Dazu gehören:
Die Behandlung der Anorexie ist komplex und erfordert einen multidisziplinären Ansatz. Sie umfasst:
Bei schwerem Untergewicht oder lebensbedrohlichen Komplikationen ist eine stationäre Behandlung notwendig, um den Körper zu stabilisieren, den Ernährungszustand aufzubauen und Organschäden zu verhindern.
Die kognitive Verhaltenstherapie (KVT) gilt als eine der wirksamsten Behandlungsformen. Weitere Ansätze sind die familienbasierte Therapie (besonders bei Jugendlichen), psychodynamische Therapie und Akzeptanz- und Commitment-Therapie (ACT). Ziel ist die Veränderung dysfunktionaler Denkmuster rund um Essen, Gewicht und Körperbild.
Eine strukturierte Ernährungsberatung hilft Betroffenen, ein gesundes Essverhalten schrittweise wiederherzustellen und den Nährstoffbedarf des Körpers zu decken.
Es gibt keine spezifisch zugelassenen Medikamente gegen Anorexie. In bestimmten Fällen können jedoch Antidepressiva oder andere Psychopharmaka zur Behandlung begleitender psychischer Störungen eingesetzt werden.
Anorexie hat eine hohe Rückfallquote. Langfristige therapeutische Begleitung, Selbsthilfegruppen und ein stabiles soziales Umfeld sind entscheidend für eine nachhaltige Genesung.
Anorexie ist eine der psychischen Erkrankungen mit der höchsten Sterblichkeitsrate. Bei frühzeitiger Behandlung sind die Heilungschancen jedoch deutlich besser. Viele Betroffene können mit der richtigen Unterstützung ein gesundes Leben führen.
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