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Die Alpha-Blockade bezeichnet die Hemmung von Alpha-Adrenorezeptoren durch Medikamente, um Blutdruck zu senken oder Beschwerden der Prostata zu lindern.
Tipps & Infos zu Gesundheitsthemen Tipps & Infos zu GesundheitsthemenDie Alpha-Blockade bezeichnet die Hemmung von Alpha-Adrenorezeptoren durch Medikamente, um Blutdruck zu senken oder Beschwerden der Prostata zu lindern.
Die Alpha-Blockade ist ein pharmakologisches Prinzip, bei dem bestimmte Medikamente – sogenannte Alpha-Blocker (Alphablocker oder Alpha-Adrenorezeptor-Antagonisten) – gezielt die Alpha-Adrenorezeptoren im Körper blockieren. Diese Rezeptoren reagieren normalerweise auf die körpereigenen Botenstoffe Adrenalin und Noradrenalin. Durch die Blockade dieser Rezeptoren werden verschiedene physiologische Reaktionen gehemmt, insbesondere die Verengung der Blutgefäße und die Anspannung glatter Muskulatur.
Alpha-Adrenorezeptoren werden in zwei Haupttypen unterteilt:
Wenn ein Alpha-Blocker an diese Rezeptoren bindet, wird deren Aktivierung durch Adrenalin oder Noradrenalin verhindert. Dies führt zur Erschlaffung der glatten Muskulatur, zur Erweiterung der Blutgefäße (Vasodilatation) und damit zur Senkung des Blutdrucks.
Alpha-Blocker wie Doxazosin oder Prazosin werden zur Behandlung von Bluthochdruck eingesetzt. Durch die Erweiterung der Blutgefäße wird der periphere Widerstand gesenkt, was den Blutdruck normalisiert. Sie werden häufig in Kombination mit anderen Antihypertensiva verwendet.
Selektive Alpha-1-Blocker wie Tamsulosin, Alfuzosin oder Silodosin sind eine wichtige Therapieoption bei der benignen Prostatahyperplasie (BPH). Sie entspannen die glatte Muskulatur in der Prostata und im Blasenhals, was den Harnfluss verbessert und typische Symptome wie häufiges Wasserlassen oder schwachen Harnstrahl lindert.
Bei einem Phäochromozytom – einem Tumor der Nebenniere, der exzessive Mengen an Katecholaminen produziert – ist die Alpha-Blockade ein zentraler Bestandteil der präoperativen Vorbereitung. Phenoxybenzamin oder Phentolamin werden eingesetzt, um gefährliche Blutdruckspitzen zu verhindern.
Das Raynaud-Syndrom ist durch anfallsartige Durchblutungsstörungen der Finger und Zehen gekennzeichnet. Alpha-Blocker können helfen, die Gefäßspasmen zu reduzieren und die periphere Durchblutung zu verbessern.
Wie alle Medikamente können Alpha-Blocker unerwünschte Wirkungen haben:
Alpha-Blocker sollten mit Vorsicht angewendet werden bei:
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