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Abortus incompletus bezeichnet eine unvollständige Fehlgeburt, bei der Teile des Schwangerschaftsgewebes in der Gebärmutter verbleiben und medizinische Behandlung erfordern.
Tipps & Infos zu Gesundheitsthemen Tipps & Infos zu GesundheitsthemenAbortus incompletus bezeichnet eine unvollständige Fehlgeburt, bei der Teile des Schwangerschaftsgewebes in der Gebärmutter verbleiben und medizinische Behandlung erfordern.
Der Begriff Abortus incompletus (auch: inkompletter Abort) bezeichnet eine Form der Fehlgeburt, bei der die Schwangerschaft zwar beendet wurde, jedoch nicht das gesamte Schwangerschaftsgewebe – also Embryo, Plazenta oder Fruchthüllen – vollständig aus der Gebärmutter ausgestoßen wurde. Zurückgebliebene Gewebereste können zu ernsthaften Komplikationen wie Infektionen oder anhaltenden Blutungen führen und machen in der Regel eine medizinische Behandlung notwendig.
Ein inkompletter Abort tritt häufig als Folge einer Spontanfehlgeburt auf. Mögliche Ursachen für die zugrunde liegende Fehlgeburt umfassen:
In einigen Fällen bleibt die genaue Ursache ungeklärt.
Typische Symptome eines Abortus incompletus sind:
Die Diagnose wird in der Regel durch folgende Untersuchungen gestellt:
Die Behandlung richtet sich nach dem klinischen Zustand der Patientin, dem Ausmaß der verbliebenen Gewebereste und dem Vorhandensein von Komplikationen. Es gibt drei wesentliche Behandlungsoptionen:
Bei stabilen Patientinnen ohne Infektionszeichen kann zunächst abgewartet werden, ob sich das restliche Gewebe spontan ausstößt. Diese Option erfordert eine engmaschige ärztliche Überwachung.
Mit dem Wirkstoff Misoprostol (ein Prostaglandin-Analogon) kann die Gebärmutter zur Kontraktion angeregt werden, um das verbleibende Gewebe auszustoßen. Diese Methode ist besonders geeignet, wenn keine akuten Infektionszeichen vorliegen.
Bei starken Blutungen, Infektionszeichen oder wenn das medikamentöse Management nicht erfolgreich war, wird eine operative Ausräumung der Gebärmutter durchgeführt. Dies kann als Saugkürettage (Vakuumaspiration) oder als scharfe Kürettage erfolgen. Der Eingriff findet meist unter Kurznarkose statt.
Nach der Behandlung sind Kontrolluntersuchungen wichtig, um sicherzustellen, dass die Gebärmutter vollständig ausgeräumt ist. Darüber hinaus sollte die emotionale Belastung durch den Verlust der Schwangerschaft nicht unterschätzt werden. Psychologische Beratung oder Selbsthilfegruppen können betroffenen Frauen und Paaren eine wichtige Unterstützung bieten.
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