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Der Serotoninstoffwechsel beschreibt die Bildung, Nutzung und den Abbau des Botenstoffs Serotonin im Körper. Er beeinflusst Stimmung, Schlaf und viele weitere Körperfunktionen.
Tipps & Infos zu Gesundheitsthemen Tipps & Infos zu GesundheitsthemenDer Serotoninstoffwechsel beschreibt die Bildung, Nutzung und den Abbau des Botenstoffs Serotonin im Körper. Er beeinflusst Stimmung, Schlaf und viele weitere Körperfunktionen.
Der Serotoninstoffwechsel (auch Serotoninmetabolismus genannt) umfasst alle biochemischen Prozesse, die an der Bildung, dem Transport, der Wirkung und dem Abbau von Serotonin beteiligt sind. Serotonin ist ein wichtiger Neurotransmitter und Gewebshormon, das im Volksmund auch als Glückshormon bezeichnet wird. Es spielt eine zentrale Rolle bei der Regulierung von Stimmung, Schlaf, Appetit, Schmerzempfindung und Darmfunktion.
Serotonin wird aus der essentiellen Aminosäure Tryptophan synthetisiert, die der Körper nicht selbst herstellen kann und über die Nahrung aufnehmen muss. Die Biosynthese verläuft in zwei Schritten:
Etwa 90–95 % des gesamten körpereigenen Serotonins werden im Magen-Darm-Trakt (in den enterochromaffinen Zellen) produziert. Der Rest entsteht im Gehirn, insbesondere in den Raphe-Kernen des Hirnstamms.
Serotonin wirkt, indem es an spezifische Serotoninrezeptoren (5-HT-Rezeptoren) bindet, von denen bislang mindestens 14 verschiedene Subtypen bekannt sind. Diese Rezeptoren befinden sich im Gehirn, im Darm, in Blutgefäßen und auf Blutplättchen (Thrombozyten).
Nach seiner Wirkung wird Serotonin durch spezialisierte Transportproteine, den sogenannten Serotonin-Wiederaufnahmetransporter (SERT), aus dem synaptischen Spalt zurück in die ausschüttende Zelle transportiert und steht dort erneut zur Verfügung oder wird abgebaut.
Der Abbau von Serotonin erfolgt hauptsächlich durch das Enzym Monoaminoxidase A (MAO-A). Dabei entsteht als Zwischenprodukt 5-Hydroxyindolacetaldehyd, das weiter zu 5-Hydroxyindolessigsäure (5-HIAA) oxidiert wird. 5-HIAA ist das wichtigste Abbauprodukt des Serotonins und wird über den Urin ausgeschieden. Die Messung von 5-HIAA im Urin wird in der Diagnostik genutzt, beispielsweise zum Nachweis eines Karzinoidtumors.
Serotonin kann in der Zirbeldrüse (Epiphyse) auch als Vorläufer für die Synthese von Melatonin dienen, dem wichtigsten Schlafhormon des Körpers.
Ein gestörter Serotoninstoffwechsel wird mit verschiedenen Erkrankungen in Verbindung gebracht:
Der Serotoninstoffwechsel wird von einer Vielzahl innerer und äußerer Faktoren beeinflusst:
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