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Sensibilität bezeichnet die Fähigkeit des Nervensystems, Reize aus der Umwelt und dem Körperinneren wahrzunehmen und weiterzuleiten. Sie ist Grundlage für Berührungs-, Schmerz- und Temperaturempfinden.
Tipps & Infos zu Gesundheitsthemen Tipps & Infos zu GesundheitsthemenSensibilität bezeichnet die Fähigkeit des Nervensystems, Reize aus der Umwelt und dem Körperinneren wahrzunehmen und weiterzuleiten. Sie ist Grundlage für Berührungs-, Schmerz- und Temperaturempfinden.
Sensibilität beschreibt im medizinischen Sinne die Fähigkeit des Nervensystems, sensorische Reize – also Informationen aus der Körperoberfläche, den Organen und der Umgebung – aufzunehmen, weiterzuleiten und zu verarbeiten. Sie ist ein zentrales Element der neurologischen Funktion und ermöglicht es dem Menschen, die eigene Körperwahrnehmung sowie Umweltreize bewusst zu erleben.
In der Neurologie wird Sensibilität als Oberbegriff für alle empfindungsvermittelnden Prozesse verwendet. Sie umfasst sowohl die somatische Sensibilität (Körpergefühl) als auch die viszerale Sensibilität (Wahrnehmung aus den inneren Organen).
Die Oberflächensensibilität, auch epikritische und protopathische Sensibilität genannt, umfasst die Wahrnehmung von Reizen an der Körperoberfläche:
Die Tiefensensibilität, auch Propriozeption genannt, vermittelt Informationen aus Muskeln, Sehnen, Gelenken und dem Gleichgewichtsorgan:
Die viszerale Sensibilität betrifft die Wahrnehmung aus den inneren Organen, etwa Dehnungs-, Druck- oder Schmerzreize aus Magen, Darm oder Blase. Diese Empfindungen sind oft weniger präzise lokalisierbar als Oberflächenreize.
Die Sensibilität wird durch ein komplexes Netzwerk aus Rezeptoren, peripheren Nerven, Rückenmark und Gehirn vermittelt. Spezialisierte Rezeptoren in der Haut, den Muskeln und Organen nehmen Reize auf und leiten diese über afferente Nervenfasern ins zentrale Nervensystem weiter. Dort werden die Signale im somatosensorischen Kortex des Großhirns verarbeitet und bewusst erlebt.
Wichtige Leitungsbahnen im Rückenmark sind der Hinterstrang (für Tast- und Vibrationsempfinden) und der Vorderseitenstrang (für Schmerz und Temperatur).
Sensibilitätsstörungen können durch Schädigungen auf verschiedenen Ebenen des Nervensystems entstehen – von den peripheren Nerven bis zum Gehirn. Typische Störungsformen sind:
Sensibilitätsstörungen können viele Ursachen haben, darunter:
Die neurologische Untersuchung der Sensibilität umfasst verschiedene standardisierte Tests:
Die Behandlung richtet sich nach der zugrunde liegenden Ursache der Sensibilitätsstörung. Mögliche Maßnahmen sind:
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