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Ein Chemotherapeutikum ist ein Wirkstoff, der zur Behandlung von Krebs oder Infektionskrankheiten eingesetzt wird, indem er Krankheitserreger oder Tumorzellen abtötet.
Tipps & Infos zu Gesundheitsthemen Tipps & Infos zu GesundheitsthemenEin Chemotherapeutikum ist ein Wirkstoff, der zur Behandlung von Krebs oder Infektionskrankheiten eingesetzt wird, indem er Krankheitserreger oder Tumorzellen abtötet.
Ein Chemotherapeutikum (Plural: Chemotherapeutika) ist ein chemischer Wirkstoff, der in der Medizin zur Behandlung von Erkrankungen eingesetzt wird, bei denen unerwünschte Zellen – wie Krebszellen, Bakterien, Viren oder Pilze – abgetötet oder in ihrem Wachstum gehemmt werden müssen. Im allgemeinen Sprachgebrauch wird der Begriff vor allem mit der Krebstherapie (Onkologie) verbunden, umfasst medizinisch jedoch auch Antibiotika, Virostatika und andere antimikrobielle Wirkstoffe.
Chemotherapeutika werden je nach Anwendungsgebiet in verschiedene Gruppen unterteilt:
Der genaue Wirkmechanismus hängt von der jeweiligen Klasse des Chemotherapeutikums ab. Bei Zytostatika in der Krebstherapie sind folgende Mechanismen typisch:
In der Onkologie werden Chemotherapeutika oft als Teil eines multimodalen Therapiekonzepts eingesetzt – gemeinsam mit Strahlentherapie, Immuntherapie oder chirurgischen Eingriffen. Die Verabreichung erfolgt in der Regel intravenös (über eine Infusion), kann aber auch oral (als Tablette) erfolgen. Die Behandlung wird in sogenannten Zyklen durchgeführt, um dem Körper Erholungsphasen zu ermöglichen.
Eine neoadjuvante Chemotherapie wird vor einem chirurgischen Eingriff verabreicht, um den Tumor zu verkleinern. Eine adjuvante Chemotherapie erfolgt nach der Operation, um verbliebene Tumorzellen zu vernichten und das Rückfallrisiko zu senken.
Da Chemotherapeutika häufig nicht ausschließlich auf Krebszellen wirken, sondern auch gesunde, sich schnell teilende Zellen betreffen, können verschiedene Nebenwirkungen auftreten:
Moderne unterstützende Therapien (sogenannte Supportivtherapien) wie Antiemetika und Wachstumsfaktoren helfen, diese Nebenwirkungen zu lindern.
Neben den klassischen Chemotherapeutika gibt es heute zunehmend zielgerichtete Therapien (Targeted Therapies), die spezifische Moleküle auf oder in Tumorzellen angreifen. Dazu zählen monoklonale Antikörper und Tyrosinkinase-Hemmer. Diese neueren Wirkstoffe verursachen oft weniger Nebenwirkungen als konventionelle Chemotherapeutika.
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