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Carboanhydrasehemmer sind Arzneistoffe, die das Enzym Carboanhydrase blockieren und so den Flüssigkeitshaushalt im Körper beeinflussen. Sie werden u. a. bei Glaukom und Epilepsie eingesetzt.
Tipps & Infos zu Gesundheitsthemen Tipps & Infos zu GesundheitsthemenCarboanhydrasehemmer sind Arzneistoffe, die das Enzym Carboanhydrase blockieren und so den Flüssigkeitshaushalt im Körper beeinflussen. Sie werden u. a. bei Glaukom und Epilepsie eingesetzt.
Carboanhydrasehemmer (auch Carboanhydraseinhibitoren genannt) sind eine Gruppe von Arzneistoffen, die das Enzym Carboanhydrase hemmen. Dieses Enzym ist im menschlichen Körper weit verbreitet und katalysiert eine wichtige chemische Reaktion: die Umwandlung von Kohlendioxid (CO2) und Wasser (H2O) in Kohlensäure (H2CO3), die sich anschließend in Bikarbonat und Wasserstoffionen aufspaltet. Durch die Hemmung dieses Enzyms greifen Carboanhydrasehemmer in verschiedene physiologische Prozesse ein.
Das Enzym Carboanhydrase kommt in zahlreichen Geweben vor, unter anderem in den Nieren, im Auge, im Gehirn und in den roten Blutkörperchen. Carboanhydrasehemmer binden an das aktive Zentrum des Enzyms und blockieren dessen Funktion. Dies hat je nach Anwendungsort unterschiedliche Auswirkungen:
Carboanhydrasehemmer werden für verschiedene medizinische Indikationen eingesetzt:
Zu den gebräuchlichsten Carboanhydrasehemmern gehören:
Die Dosierung von Carboanhydrasehemmern variiert je nach Wirkstoff, Anwendungsform und Indikation. Systemische Präparate (Tabletten) werden in der Regel ein- bis viermal täglich eingenommen. Augentropfen werden meist zwei- bis dreimal täglich in das betroffene Auge getropft. Die genaue Dosierung wird stets vom behandelnden Arzt festgelegt und sollte nicht eigenmächtig verändert werden.
Carboanhydrasehemmer können, insbesondere bei systemischer Anwendung, eine Reihe von Nebenwirkungen verursachen:
Carboanhydrasehemmer sollten nicht oder nur mit besonderer Vorsicht angewendet werden bei:
Wichtige Wechselwirkungen bestehen unter anderem mit anderen harntreibenden Mitteln, herzwirksamen Glykosiden (z. B. Digoxin), Lithium sowie bestimmten Antiepileptika. Eine gleichzeitige Einnahme von Aspirin in hohen Dosen kann die Toxizität von Acetazolamid erhöhen.
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