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Gewebsflüssigkeit ist die Flüssigkeit, die sich zwischen den Zellen im Körpergewebe befindet. Sie versorgt Zellen mit Nährstoffen und transportiert Stoffwechselprodukte ab.
Tipps & Infos zu Gesundheitsthemen Tipps & Infos zu GesundheitsthemenGewebsflüssigkeit ist die Flüssigkeit, die sich zwischen den Zellen im Körpergewebe befindet. Sie versorgt Zellen mit Nährstoffen und transportiert Stoffwechselprodukte ab.
Die Gewebsflüssigkeit (auch Interstitialflüssigkeit oder interstitielle Flüssigkeit genannt) ist eine wässrige Lösung, die den Raum zwischen den Körperzellen ausfüllt. Sie bildet das direkte Umfeld jeder einzelnen Zelle im menschlichen Körper und ist damit unverzichtbar für das Überleben und die Funktion der Gewebezellen. Beim Erwachsenen macht die Gewebsflüssigkeit etwa 15 bis 20 Prozent des Körpergewichts aus und ist damit der größte Anteil der extrazellulären Flüssigkeit.
Die Gewebsflüssigkeit besteht hauptsächlich aus Wasser sowie gelösten Stoffen wie:
Im Vergleich zum Blutplasma enthält die Gewebsflüssigkeit deutlich weniger Proteine, da die großen Eiweißmoleküle die Kapillarwände in der Regel nicht passieren können.
Die Gewebsflüssigkeit entsteht durch den Übertritt von Flüssigkeit aus den Blutkapillaren in das umliegende Gewebe. Dieser Vorgang wird durch zwei entgegengesetzte Kräfte gesteuert:
Am arteriellen Ende der Kapillaren überwiegt der hydrostatische Druck, sodass Flüssigkeit ins Gewebe abgegeben wird. Am venösen Ende dominiert der onkotische Druck, und ein Großteil der Flüssigkeit wird wieder ins Blut aufgenommen. Der Rest wird über das Lymphsystem abtransportiert und schließlich in den venösen Blutkreislauf zurückgeführt.
Die Gewebsflüssigkeit erfüllt im Körper mehrere lebenswichtige Aufgaben:
Wenn das Gleichgewicht zwischen der Bildung und dem Abtransport der Gewebsflüssigkeit gestört ist, kann es zu einer krankhaften Ansammlung von Flüssigkeit im Gewebe kommen – einem sogenannten Ödem. Ödeme können verschiedene Ursachen haben:
Die Zusammensetzung und Menge der Gewebsflüssigkeit ist für viele diagnostische und therapeutische Überlegungen relevant. So dient beispielsweise die Messung der Gewebsglukose mithilfe kontinuierlicher Glukosemonitoring-Systeme (CGM) bei Diabetikern der indirekten Bestimmung des Blutzuckers über die Gewebsflüssigkeit. Auch bei der Behandlung von Ödemen, Verbrennungen oder Schockzuständen spielt das Management der Gewebsflüssigkeit eine zentrale Rolle.
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