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Die Gallensäuretherapie nutzt natürliche oder synthetische Gallensäuren zur Behandlung von Leber- und Gallenwegserkrankungen. Sie wird z. B. bei Gallensteinen und cholestatischen Lebererkrankungen eingesetzt.
Tipps & Infos zu Gesundheitsthemen Tipps & Infos zu GesundheitsthemenDie Gallensäuretherapie nutzt natürliche oder synthetische Gallensäuren zur Behandlung von Leber- und Gallenwegserkrankungen. Sie wird z. B. bei Gallensteinen und cholestatischen Lebererkrankungen eingesetzt.
Die Gallensäuretherapie bezeichnet den medizinischen Einsatz von natürlichen oder synthetisch hergestellten Gallensäuren zur Behandlung verschiedener Erkrankungen der Leber, der Gallenwege und der Gallenblase. Gallensäuren sind körpereigene Substanzen, die in der Leber aus Cholesterin gebildet werden und eine zentrale Rolle bei der Fettverdauung sowie der Ausscheidung von Cholesterin spielen. Die bekanntesten therapeutisch eingesetzten Gallensäuren sind die Ursodeoxycholsäure (UDCA) und die Obeticholsäure (OCA).
Die Gallensäuretherapie wird bei einer Reihe von Erkrankungen eingesetzt:
Gallensäuren entfalten ihre therapeutische Wirkung über mehrere Mechanismen:
Die Dosierung der Gallensäuretherapie richtet sich nach der zugrundeliegenden Erkrankung, dem Körpergewicht und dem individuellen Ansprechen des Patienten. Für UDCA bei primär biliärer Cholangitis werden üblicherweise 13–15 mg pro Kilogramm Körpergewicht täglich empfohlen, aufgeteilt auf mehrere Einnahmen. Bei der Gallensteinauflösung kann die Therapie mehrere Monate bis zu zwei Jahre dauern. Die Behandlung erfolgt ausschließlich nach ärztlicher Verordnung und unter regelmäßiger Kontrolle der Leberwerte.
UDCA wird im Allgemeinen gut vertragen. Zu den möglichen Nebenwirkungen zählen:
Obeticholsäure kann bei höherer Dosierung zu verstärktem Juckreiz (Pruritus) führen, weshalb eine sorgfältige Dosisanpassung notwendig ist. Beide Wirkstoffe sind in der Regel nicht für Patienten mit dekompensierter Leberzirrhose geeignet.
Vor Beginn einer Gallensäuretherapie werden Laborwerte wie Leberwerte (ALT, AST, GGT, alkalische Phosphatase), Bilirubin und gegebenenfalls bildgebende Verfahren (Ultraschall) durchgeführt. Während der Therapie sind regelmäßige Kontrolluntersuchungen notwendig, um das Ansprechen auf die Behandlung zu beurteilen und mögliche Nebenwirkungen frühzeitig zu erkennen.
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