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Das Gallensäureverlust-Syndrom ist eine Stoffwechselstörung, bei der zu viele Gallensäuren in den Dickdarm gelangen und dort Durchfall verursachen. Es entsteht häufig nach Darmoperationen oder bei chronischen Darmerkrankungen.
Tipps & Infos zu Gesundheitsthemen Tipps & Infos zu GesundheitsthemenDas Gallensäureverlust-Syndrom ist eine Stoffwechselstörung, bei der zu viele Gallensäuren in den Dickdarm gelangen und dort Durchfall verursachen. Es entsteht häufig nach Darmoperationen oder bei chronischen Darmerkrankungen.
Das Gallensäureverlust-Syndrom (auch bekannt als Gallensäure-Malabsorption) ist eine Erkrankung des Verdauungstrakts, bei der Gallensäuren im Dünndarm nicht ausreichend rückresorbiert werden. Normalerweise werden Gallensäuren im letzten Abschnitt des Dünndarms (dem terminalen Ileum) fast vollständig wieder aufgenommen und zur Leber zurücktransportiert (enterohepatischer Kreislauf). Funktioniert dieser Mechanismus nicht, gelangen überschüssige Gallensäuren in den Dickdarm, wo sie die Schleimhaut reizen und chronischen Durchfall verursachen.
Das Gallensäureverlust-Syndrom kann verschiedene Ursachen haben, die in drei Typen eingeteilt werden:
Die Beschwerden beim Gallensäureverlust-Syndrom sind oft unspezifisch und werden häufig mit dem Reizdarmsyndrom verwechselt. Typische Symptome sind:
Die Diagnose des Gallensäureverlust-Syndroms ist oft eine Herausforderung, da kein einfacher Standardtest verfügbar ist. Folgende Untersuchungen kommen zum Einsatz:
Die Therapie des Gallensäureverlust-Syndroms richtet sich nach der zugrunde liegenden Ursache und dem Schweregrad der Erkrankung.
Gallensäurebinder (Anionenaustauscher) sind das Mittel der Wahl. Sie binden überschüssige Gallensäuren im Darm und verhindern deren reizende Wirkung auf die Dickdarmschleimhaut. Zu den gängigen Wirkstoffen gehören:
Eine fettarme Ernährung kann die Symptome lindern, da Fett die Gallensäureausschüttung stimuliert. Mittelkettige Triglyzeride (MCT-Fette) werden als Fettquelle besser toleriert, da sie ohne Gallensäuren absorbiert werden können.
Bei schwerer oder lang anhaltender Gallensäure-Malabsorption sollte auf einen möglichen Mangel an fettlöslichen Vitaminen (A, D, E, K) sowie an Vitamin B12 geachtet und dieser gegebenenfalls ausgeglichen werden.
Liegt eine behandelbare Grunderkrankung vor (z. B. Morbus Crohn, Zöliakie), ist deren optimale Therapie entscheidend für die Kontrolle des Gallensäureverlust-Syndroms.
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