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Ballaststoffreiche Lebensmittel liefern unverdauliche Pflanzenstoffe, die die Verdauung fördern, den Blutzucker stabilisieren und das Herzerkrankungsrisiko senken.
Tipps & Infos zu Gesundheitsthemen Tipps & Infos zu GesundheitsthemenBallaststoffreiche Lebensmittel liefern unverdauliche Pflanzenstoffe, die die Verdauung fördern, den Blutzucker stabilisieren und das Herzerkrankungsrisiko senken.
Ballaststoffreiche Lebensmittel sind pflanzliche Nahrungsmittel, die einen hohen Anteil an unverdaulichen Nahrungsfasern enthalten. Diese Fasern werden auch als Ballaststoffe bezeichnet und sind in der Zellwand von Pflanzen enthalten. Da sie im Dünndarm nicht vollständig abgebaut werden, gelangen sie in den Dickdarm, wo sie wichtige Aufgaben für die Darmgesundheit und den Stoffwechsel übernehmen.
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt Erwachsenen eine tägliche Zufuhr von mindestens 30 Gramm Ballaststoffen. Tatsächlich liegt die durchschnittliche Aufnahme in Deutschland deutlich darunter.
Ballaststoffe werden grundsätzlich in zwei Hauptgruppen unterteilt:
Linsen, Kichererbsen, schwarze Bohnen und Erbsen zählen zu den ballaststoffreichsten Lebensmitteln überhaupt. 100 Gramm gekochte Linsen liefern etwa 8 Gramm Ballaststoffe. Hülsenfrüchte sind zudem reich an pflanzlichem Eiweiß und Mikronährstoffen.
Vollkornbrot, Haferflocken, Vollkornnudeln und brauner Reis enthalten deutlich mehr Ballaststoffe als ihre raffinierten Gegenstücke. Hafer ist besonders reich an Beta-Glucan, einem löslichen Ballaststoff mit nachgewiesener cholesterinsenkender Wirkung.
Besonders ballaststoffreich sind Brokkoli, Artischocken, Rosenkohl, Pastinaken, Möhren und Zucchini. Artischocken enthalten außerdem Inulin, einen präbiotischen Ballaststoff, der das Wachstum nützlicher Darmbakterien fördert.
Himbeeren, Birnen, Äpfel (mit Schale), Bananen und Avocados sind besonders gute Obstquellen für Ballaststoffe. Himbeeren liefern bis zu 6,5 Gramm Ballaststoffe pro 100 Gramm und sind damit eine der ballaststoffreichsten Obstarten.
Chiasamen, Leinsamen, Mandeln, Walnüsse und Kürbiskerne sind hervorragende Ballaststoffquellen. Chiasamen quellen im Magen stark auf und sättigen dadurch sehr gut.
Flohsamenschalen (Psyllium) bestehen zu über 80 % aus löslichen Ballaststoffen. Sie werden häufig als Nahrungsergänzungsmittel eingesetzt, um die tägliche Ballaststoffzufuhr zu erhöhen und Verstopfung sowie Durchfall zu lindern.
Eine zu schnelle Erhöhung der Ballaststoffzufuhr kann vorübergehend zu Blähungen und Bauchkrämpfen führen. Es empfiehlt sich daher, die Zufuhr schrittweise zu steigern und gleichzeitig viel Wasser zu trinken. Menschen mit bestimmten Darmerkrankungen (z. B. Morbus Crohn oder Reizdarmsyndrom) sollten vor einer deutlichen Erhöhung der Ballaststoffzufuhr ärztlichen Rat einholen.
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