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Der Musculus rectus lateralis ist ein Augenmuskel, der den Augapfel nach außen dreht. Er gehört zu den sechs äußeren Augenmuskeln und wird vom Nervus abducens gesteuert.
Tipps & Infos zu Gesundheitsthemen Tipps & Infos zu GesundheitsthemenDer Musculus rectus lateralis ist ein Augenmuskel, der den Augapfel nach außen dreht. Er gehört zu den sechs äußeren Augenmuskeln und wird vom Nervus abducens gesteuert.
Der Musculus rectus lateralis (auch M. rectus lateralis oculi) ist einer der sechs äußeren (extraokulären) Augenmuskeln, die den Augapfel in seiner Position halten und seine Bewegungen steuern. Er verläuft horizontal an der äußeren (lateralen) Seite des Augapfels und ist für die Abduktion des Auges zuständig – also für die Drehung des Augapfels nach außen, weg von der Nase.
Anatomisch entspringt der Muskel am Anulus tendineus communis (Zinnschem Sehnenring) an der Spitze der Augenhöhle (Orbita) und setzt an der Sklera (weißen Lederhaut) des Augapfels an. Er bildet zusammen mit dem Musculus rectus medialis, superioris und inferioris sowie den beiden schrägen Augenmuskeln das vollständige System zur Steuerung der Augenbewegung.
Die Hauptaufgabe des Musculus rectus lateralis ist die Abduktion des Auges, d. h. die Bewegung des Augapfels nach lateral (nach außen). Dies ist notwendig, um Objekte zu fixieren, die sich seitlich im Gesichtsfeld befinden. Bei der koordinierten Augenbewegung (Konjugation) arbeitet er eng mit dem Musculus rectus medialis des anderen Auges zusammen, um beide Augen gleichzeitig in dieselbe Richtung zu bewegen.
Die häufigste klinische Störung des Musculus rectus lateralis ist die Abducensparese (Lähmung des Nervus abducens). Da der VI. Hirnnerv einen langen intrakraniellen Verlauf hat, ist er besonders anfällig für Schädigungen durch erhöhten Hirndruck, Tumoren, Schlaganfälle, Entzündungen oder Traumata. Eine Abducensparese führt dazu, dass der betroffene Augapfel nicht mehr ausreichend nach außen gedreht werden kann.
Eine dauerhafte Überaktivität oder Unteraktivität des Musculus rectus lateralis kann zu verschiedenen Formen des Schielens (Strabismus) führen. Eine Schwäche des Muskels verursacht ein Einwärtsschielen (Esotropie), während eine Überaktivität ein Auswärtsschielen (Exotropie) bewirkt. Schielen kann das räumliche Sehen beeinträchtigen und bei Kindern zur Entwicklung einer Amblyopie (Schwachsichtigkeit) führen.
Die Funktion des Musculus rectus lateralis wird im Rahmen der ophthalmologischen und neurologischen Untersuchung beurteilt:
Die Behandlung richtet sich nach der Grunderkrankung sowie dem Ausmaß der Funktionsstörung:
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