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Morbus Bornholm ist eine virale Infektionskrankheit, die durch Coxsackieviren ausgelöst wird und mit plötzlichen, starken Brustschmerzen sowie Fieber einhergeht.
Tipps & Infos zu Gesundheitsthemen Tipps & Infos zu GesundheitsthemenMorbus Bornholm ist eine virale Infektionskrankheit, die durch Coxsackieviren ausgelöst wird und mit plötzlichen, starken Brustschmerzen sowie Fieber einhergeht.
Morbus Bornholm, auch bekannt als epidemische Pleurodynie oder Myalgia epidemica, ist eine akute Infektionskrankheit, die durch Coxsackieviren der Gruppe B (seltener A) hervorgerufen wird. Der Name leitet sich von der dänischen Insel Bornholm ab, wo die Erkrankung 1930 erstmals systematisch beschrieben wurde. Die Erkrankung tritt häufig in Epidemien auf, besonders in den Sommer- und Herbstmonaten.
Die Erkrankung wird durch Enteroviren, insbesondere Coxsackieviren der Gruppe B (Typen B1–B5), verursacht. Diese Viren gehören zur Familie der Picornaviren und sind weltweit verbreitet. Die Übertragung erfolgt über:
Besonders Kinder und junge Erwachsene sind betroffen, jedoch kann die Erkrankung in jedem Lebensalter auftreten.
Das Leitsymptom von Morbus Bornholm sind plötzlich auftretende, heftige, krampfartige Schmerzen im Bereich der Brust oder des Oberbauchs, die durch Bewegung, tiefes Einatmen oder Husten verstärkt werden. Die typischen Symptome umfassen:
Die Schmerzen treten typischerweise in Schüben auf, dauern einige Minuten bis zu mehrere Stunden und können sich über mehrere Tage wiederholen. Die Erkrankung dauert in der Regel 3 bis 14 Tage.
Die Diagnose wird in erster Linie klinisch gestellt, also anhand der typischen Symptome und der Krankengeschichte. Da die Schmerzen denen eines Herzinfarkts, einer Lungenembolie oder eines akuten Abdomens ähneln können, ist eine sorgfältige Ausschlussdiagnostik wichtig:
Eine spezifische antivirale Therapie gegen Coxsackieviren ist derzeit nicht verfügbar. Die Behandlung ist daher symptomatisch und umfasst:
Die Erkrankung heilt in den meisten Fällen selbstlimitierend ab, d. h. sie klingt ohne besondere Behandlung von selbst ab. Komplikationen sind selten, können aber bei Säuglingen, Schwangeren oder immungeschwächten Personen auftreten (z. B. Myokarditis, Meningitis).
Gegen Morbus Bornholm gibt es keinen zugelassenen Impfstoff. Die wichtigsten Vorbeugemaßnahmen sind:
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