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Ein Meningeom ist ein meist gutartiger Tumor der Hirnhäute. Er wächst langsam und wird häufig zufällig entdeckt. Behandlung richtet sich nach Größe und Symptomen.
Tipps & Infos zu Gesundheitsthemen Tipps & Infos zu GesundheitsthemenEin Meningeom ist ein meist gutartiger Tumor der Hirnhäute. Er wächst langsam und wird häufig zufällig entdeckt. Behandlung richtet sich nach Größe und Symptomen.
Ein Meningeom ist ein Tumor, der von den Meningen – den Hirnhäuten – ausgeht. Diese Häute umhüllen das Gehirn und das Rückenmark. Meningeome gehören zu den häufigsten primären Hirntumoren und sind in etwa 80–90 % der Fälle gutartig (benigne). Sie wachsen in der Regel langsam und verdrängen umliegendes Gewebe, anstatt es zu zerstören. Seltener kommen atypische oder bösartige (maligne) Formen vor.
Die genaue Ursache eines Meningeoms ist nicht vollständig geklärt. Folgende Faktoren erhöhen das Risiko:
Viele Meningeome verursachen zunächst keine Beschwerden und werden zufällig bei bildgebenden Untersuchungen entdeckt. Wenn Symptome auftreten, hängen diese stark vom Ort des Tumors ab:
Die Diagnose eines Meningeoms erfolgt in erster Linie durch bildgebende Verfahren:
Die WHO-Klassifikation unterscheidet drei Grade (Grad I – gutartig, Grad II – atypisch, Grad III – bösartig), die für die Therapieplanung entscheidend sind.
Bei kleinen, symptomfreien Meningeomen kann zunächst eine regelmäßige Beobachtung mittels MRT-Kontrollen erfolgen (englisch: Watch and Wait). Viele dieser Tumoren wachsen über Jahre kaum.
Die neurochirurgische Resektion ist die häufigste Behandlungsmethode bei symptomatischen oder wachsenden Meningeomen. Ziel ist die vollständige Entfernung des Tumors. Je nach Lage kann dies jedoch schwierig oder risikoreich sein.
Bei nicht vollständig entfernbaren oder erneut wachsenden Tumoren kommt die Strahlentherapie zum Einsatz – entweder als konventionelle fraktionierte Bestrahlung oder als Radiochirurgie (z. B. Gamma Knife). Diese Methode ist besonders bei kleineren, schwer zugänglichen Tumoren geeignet.
Eine medikamentöse Standardtherapie für Meningeome existiert derzeit nicht. Bei bestimmten Hochrisikofällen werden jedoch im Rahmen klinischer Studien Chemotherapeutika oder zielgerichtete Wirkstoffe erprobt.
Die Prognose bei gutartigen Meningeomen (WHO-Grad I) ist nach vollständiger Entfernung in der Regel sehr gut. Die Rezidivrate – also das Risiko, dass der Tumor erneut wächst – hängt vom Resektionsausmaß und dem WHO-Grad ab. Atypische und maligne Meningeome haben eine schlechtere Prognose und erfordern intensivere Nachsorge.
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