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Folsäure ist ein lebenswichtiges B-Vitamin, das der Körper für Zellteilung und Blutbildung benötigt. Besonders in der Schwangerschaft ist eine ausreichende Versorgung entscheidend.
Tipps & Infos zu Gesundheitsthemen Tipps & Infos zu GesundheitsthemenFolsäure ist ein lebenswichtiges B-Vitamin, das der Körper für Zellteilung und Blutbildung benötigt. Besonders in der Schwangerschaft ist eine ausreichende Versorgung entscheidend.
Folsäure (auch bekannt als Vitamin B9 oder Folat) ist ein wasserlösliches Vitamin aus der Gruppe der B-Vitamine. Während der Begriff Folat die natürlich in Lebensmitteln vorkommende Form bezeichnet, steht Folsäure für die synthetische, in Nahrungsergänzungsmitteln und angereicherten Lebensmitteln verwendete Form. Der Körper kann Folsäure nicht selbst herstellen und ist daher auf die Zufuhr über die Nahrung oder Supplemente angewiesen.
Folsäure übernimmt im Körper zahlreiche lebenswichtige Aufgaben:
Folat kommt natürlicherweise in vielen Lebensmitteln vor. Besonders gute Quellen sind:
Wichtig: Folat ist hitze- und lichtempfindlich, weshalb schonende Zubereitungsmethoden (kurzes Dünsten, rohes Verzehren) den Vitamingehalt besser erhalten.
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) geben folgende Empfehlungen für die tägliche Folatzufuhr:
Da 1 µg synthetische Folsäure aus Supplementen einer höheren biologischen Verfügbarkeit entspricht als natürliches Folat, wird zur Berechnung das sogenannte Folat-Äquivalent verwendet: 1 µg Folsäure (Supplement) = 2 µg Nahrungsfolat.
Ein Folsäuremangel kann durch verschiedene Faktoren entstehen:
Die ausreichende Versorgung mit Folsäure ist vor und während der Schwangerschaft besonders wichtig. Das Neuralrohr des Embryos schließt sich bereits in der 4. bis 6. Schwangerschaftswoche – oft bevor die Schwangerschaft bekannt ist. Ein Mangel in dieser kritischen Phase kann zu schwerwiegenden Neuralrohrdefekten wie Spina bifida (offener Rücken) oder Anenzephalie führen.
Daher empfehlen die DGE und die WHO sowie zahlreiche gynäkologische Fachgesellschaften, bereits mindestens 4 Wochen vor der geplanten Empfängnis mit einer zusätzlichen Folsäuresupplementation von 400 µg pro Tag zu beginnen und diese bis zum Ende des ersten Schwangerschaftsdrittels fortzuführen. Frauen mit erhöhtem Risiko (z. B. nach einem vorangegangenen Neuralrohrdefekt) können eine höhere Dosis (4 mg/Tag) benötigen.
Folsäure in Form von Nahrungsergänzungsmitteln ist gut verträglich. Da es sich um ein wasserlösliches Vitamin handelt, werden überschüssige Mengen in der Regel über den Urin ausgeschieden. Dennoch sollte die Zufuhr über Supplemente einen bestimmten Rahmen nicht überschreiten:
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