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Das Fisher-Syndrom ist eine seltene neurologische Erkrankung, die durch Augenmuskelschwäche, Gangstörungen und fehlende Eigenreflexe gekennzeichnet ist.
Tipps & Infos zu Gesundheitsthemen Tipps & Infos zu GesundheitsthemenDas Fisher-Syndrom ist eine seltene neurologische Erkrankung, die durch Augenmuskelschwäche, Gangstörungen und fehlende Eigenreflexe gekennzeichnet ist.
Das Fisher-Syndrom (auch Miller-Fisher-Syndrom genannt) ist eine seltene Variante des Guillain-Barré-Syndroms – einer Gruppe von Erkrankungen, bei denen das körpereigene Immunsystem irrtümlich das periphere Nervensystem angreift. Es wurde erstmals 1956 vom kanadischen Neurologen C. Miller Fisher beschrieben. Die Erkrankung ist durch eine klassische Trias aus drei Leitsymptomen gekennzeichnet: Lähmung der Augenmuskeln (Ophthalmoplegie), Koordinationsstörungen beim Gehen (Ataxie) und das Ausbleiben von Eigenreflexen (Areflexie).
Das Fisher-Syndrom ist eine autoimmune Erkrankung, bei der das Immunsystem Antikörper gegen körpereigene Nervenstrukturen bildet. In mehr als 90 % der Fälle lassen sich im Blut sogenannte Anti-GQ1b-Antikörper nachweisen. Diese Antikörper richten sich gegen ein Glykolipid (GQ1b), das besonders häufig in den Nervenscheiden der Hirnnerven vorkommt, die die Augenmuskeln steuern.
Häufig geht dem Fisher-Syndrom eine Infektionskrankheit voraus, die das Immunsystem aktiviert hat. Typische Auslöser sind:
Die klassische Symptom-Trias des Fisher-Syndroms umfasst:
Zusätzlich können folgende Beschwerden auftreten:
Die Diagnose des Fisher-Syndroms erfolgt klinisch auf Basis der typischen Trias sowie durch weiterführende Untersuchungen:
Das Fisher-Syndrom hat in den meisten Fällen eine gute Prognose und heilt oft spontan innerhalb weniger Wochen bis Monate vollständig ab. Die Behandlung richtet sich nach dem Schweregrad der Symptome:
Kortikosteroide (Kortison) haben sich beim Fisher-Syndrom als wenig wirksam erwiesen und werden in der Regel nicht empfohlen.
Die Mehrheit der Betroffenen erholt sich vollständig innerhalb von drei bis sechs Monaten. Bleibende Schäden sind selten. In wenigen Fällen kann das Fisher-Syndrom in ein vollständiges Guillain-Barré-Syndrom übergehen, das intensivmedizinische Behandlung erfordern kann.
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