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Pseudochylothorax ist eine seltene Erkrankung, bei der sich eine milchig-trübe Flüssigkeit im Pleuraraum ansammelt, die Chylus ähnelt, aber cholesterinreich ist.
Tipps & Infos zu Gesundheitsthemen Tipps & Infos zu GesundheitsthemenPseudochylothorax ist eine seltene Erkrankung, bei der sich eine milchig-trübe Flüssigkeit im Pleuraraum ansammelt, die Chylus ähnelt, aber cholesterinreich ist.
Ein Pseudochylothorax (auch Chyliformer Pleuraerguss genannt) ist eine seltene Form des Pleuraergusses, bei der sich eine milchig-trübe Flüssigkeit im Pleuraraum – dem Spalt zwischen Lunge und Brustwand – ansammelt. Im Gegensatz zum echten Chylothorax, der durch austretende Lymphflüssigkeit (Chylus) entsteht, enthält die Flüssigkeit beim Pseudochylothorax keine erhöhten Triglyceridwerte, sondern sehr hohe Konzentrationen von Cholesterin oder Lezithin-Globulin-Komplexen. Die Erkrankung entwickelt sich typischerweise langsam über Monate bis Jahre als Folge eines chronischen Pleuraergusses.
Ein Pseudochylothorax entsteht in der Regel durch einen langanhaltenden, unbehandelten Pleuraerguss, bei dem sich Cholesterinkristalle in der Pleuraflüssigkeit anreichern. Häufige Grunderkrankungen sind:
Der gemeinsame Mechanismus ist eine langfristige Entzündung der Pleura (Brustfellentzündung), die zu einer verdickten, fibrösen Pleuramembran führt. Durch den verzögerten Abtransport der Pleuraflüssigkeit reichern sich Cholesterin und Lipide in der Flüssigkeit an.
Die Symptome eines Pseudochylothorax sind oft unspezifisch und hängen vom Ausmaß des Ergusses sowie von der Grunderkrankung ab. Typische Beschwerden umfassen:
Die Diagnose eines Pseudochylothorax erfordert mehrere diagnostische Schritte:
Die Pleurapunktion (Thorakozentese) ist der wichtigste diagnostische Schritt. Die gewonnene Flüssigkeit wird analysiert:
Die wichtigste Differentialdiagnose ist der echte Chylothorax. Beim Chylothorax sind die Triglyceridwerte erhöht (> 110 mg/dl) und die Cholesterinwerte normal. Beim Pseudochylothorax verhält es sich genau umgekehrt.
Die Behandlung des Pseudochylothorax richtet sich in erster Linie nach der Grunderkrankung sowie nach dem Ausmaß der Beschwerden.
Die Prognose des Pseudochylothorax hängt stark von der zugrundeliegenden Erkrankung ab. Bei erfolgreicher Behandlung der Ursache kann der Erguss zurückgehen. Bei lange bestehenden, fibrösen Pleuraerkrankungen ist eine vollständige Rückbildung jedoch selten. Regelmäßige Nachsorgeuntersuchungen sind empfehlenswert.
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