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Die Plasmaviskosität beschreibt die Fließeigenschaft des Blutplasmas. Sie ist ein wichtiger Laborwert zur Beurteilung von Entzündungen und bestimmten Erkrankungen.
Tipps & Infos zu Gesundheitsthemen Tipps & Infos zu GesundheitsthemenDie Plasmaviskosität beschreibt die Fließeigenschaft des Blutplasmas. Sie ist ein wichtiger Laborwert zur Beurteilung von Entzündungen und bestimmten Erkrankungen.
Die Plasmaviskosität ist ein Maß für die Zähflüssigkeit des Blutplasmas – also des flüssigen Anteils des Blutes ohne die zellulären Bestandteile wie rote Blutkörperchen, weiße Blutkörperchen und Blutplättchen. Je höher die Plasmaviskosität, desto dickflüssiger ist das Plasma und desto schwerer fließt es durch die Blutgefäße. Der Normalwert liegt bei Erwachsenen in der Regel zwischen 1,10 und 1,30 mPa·s (Millipascalsekunden) bei 37 °C.
Die Messung erfolgt im Labor mithilfe eines sogenannten Kapillarviskosimeters oder automatisierter Analysegeräte. Dem Patienten wird eine Blutprobe entnommen, aus der das Plasma gewonnen wird. Anschließend wird gemessen, wie schnell das Plasma durch eine definierte Kapillare fließt. Die Messtemperatur beträgt standardmäßig 37 °C, was der Körpertemperatur entspricht.
Die Plasmaviskosität wird maßgeblich durch den Gehalt bestimmter Proteine im Blutplasma beeinflusst. Besonders folgende Substanzen erhöhen die Viskosität:
Auch Dehydratation (Flüssigkeitsmangel) kann die Plasmaviskosität erhöhen, da das Plasma konzentrierter wird.
Eine erhöhte Plasmaviskosität kann auf verschiedene Erkrankungen hinweisen und hat klinische Relevanz, da sie die Durchblutung beeinträchtigen kann:
Bei besonders stark erhöhter Plasmaviskosität kann es zum klinischen Bild des Hyperviskositätssyndroms kommen. Typische Symptome sind:
Dieses Syndrom ist ein medizinischer Notfall und erfordert eine sofortige Behandlung, häufig durch eine Plasmapherese (therapeutisches Verfahren zur Entfernung von Bestandteilen aus dem Blutplasma).
Die Bestimmung der Plasmaviskosität erfolgt als Teil eines erweiterten Blutbildes oder spezieller Gerinnungs- und Entzündungsdiagnostik. Sie wird häufig zusammen mit anderen Entzündungsparametern wie der Blutsenkungsgeschwindigkeit (BSG), dem C-reaktiven Protein (CRP) und dem Fibrinogen beurteilt. Ein erhöhter Wert allein ist nicht diagnosestellend, sondern muss immer im klinischen Gesamtbild betrachtet werden.
Die Behandlung einer erhöhten Plasmaviskosität richtet sich stets nach der zugrunde liegenden Ursache:
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