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Das papilläre Schilddrüsenkarzinom ist die häufigste Form von Schilddrüsenkrebs. Es wächst langsam und hat bei frühzeitiger Behandlung eine sehr gute Prognose.
Tipps & Infos zu Gesundheitsthemen Tipps & Infos zu GesundheitsthemenDas papilläre Schilddrüsenkarzinom ist die häufigste Form von Schilddrüsenkrebs. Es wächst langsam und hat bei frühzeitiger Behandlung eine sehr gute Prognose.
Das papilläre Schilddrüsenkarzinom ist die häufigste bösartige Erkrankung der Schilddrüse und macht etwa 80–85 % aller Schilddrüsenkrebsfälle aus. Es entsteht aus den follikulären Epithelzellen der Schilddrüse und wächst in der Regel langsam. Trotz seiner Eigenschaft, früh in die Halslymphknoten zu streuen, ist die Prognose bei rechtzeitiger Diagnose und Behandlung sehr gut. Die 10-Jahres-Überlebensrate liegt bei über 90 %.
Die genauen Ursachen sind nicht vollständig geklärt. Folgende Faktoren erhöhen jedoch das Erkrankungsrisiko:
Im Frühstadium verursacht das papilläre Schilddrüsenkarzinom häufig keine Beschwerden und wird oft zufällig entdeckt. Mögliche Symptome sind:
Die Diagnose erfolgt durch eine Kombination verschiedener Untersuchungen:
Die Behandlung richtet sich nach Tumorgröße, Ausbreitung und individuellem Risikoprofil des Patienten.
Die Thyreoidektomie (vollständige Entfernung der Schilddrüse) ist die Standardbehandlung bei mittlerem und hohem Risiko. Bei sehr kleinen, niedrigriskanten Tumoren kann eine Hemithyreoidektomie (Entfernung eines Schilddrüsenlappens) ausreichend sein. Befallene Lymphknoten werden ebenfalls entfernt.
Nach der Operation wird häufig eine Radioiodtherapie (RIT) mit radioaktivem Jod-131 durchgeführt. Sie zerstört verbliebenes Schilddrüsengewebe sowie mögliche Metastasen. Voraussetzung ist die Fähigkeit der Tumorzellen, Jod aufzunehmen.
Zur Vorbeugung eines Rückfalls wird nach der Operation Levothyroxin eingenommen, um den TSH-Spiegel niedrig zu halten und das Wachstum möglicher Resttumorzellen zu hemmen.
Bei fortgeschrittenen oder therapierefraktären Fällen können Tyrosinkinase-Inhibitoren (z. B. Sorafenib, Lenvatinib) eingesetzt werden, die das Tumorwachstum hemmen.
Die Prognose des papillären Schilddrüsenkarzinoms ist im Vergleich zu anderen Krebserkrankungen sehr gut. Regelmäßige Nachsorgeuntersuchungen umfassen Ultraschall des Halses, Thyreoglobulin-Messungen im Blut sowie bei Bedarf weitere bildgebende Verfahren. Rückfälle sind möglich, aber gut behandelbar.
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