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Die hepatische Enzephalopathie ist eine Hirnfunktionsstörung, die durch schwere Lebererkrankungen entsteht. Sie verursacht Verwirrtheit, Bewusstseinstrübung und neurologische Ausfälle.
Tipps & Infos zu Gesundheitsthemen Tipps & Infos zu GesundheitsthemenDie hepatische Enzephalopathie ist eine Hirnfunktionsstörung, die durch schwere Lebererkrankungen entsteht. Sie verursacht Verwirrtheit, Bewusstseinstrübung und neurologische Ausfälle.
Die hepatische Enzephalopathie (HE) ist eine schwerwiegende Komplikation von Lebererkrankungen, bei der die Hirnfunktion beeinträchtigt wird. Sie entsteht, wenn die Leber nicht mehr in der Lage ist, giftige Stoffwechselprodukte – vor allem Ammoniak – ausreichend abzubauen. Diese Substanzen gelangen in den Blutkreislauf, passieren die Blut-Hirn-Schranke und stören die Funktion der Nervenzellen. Die hepatische Enzephalopathie tritt häufig bei Patienten mit Leberzirrhose, akutem Leberversagen oder portosystemischen Shunts auf.
Die Hauptursache der hepatischen Enzephalopathie ist eine eingeschränkte Entgiftungsfunktion der Leber. Folgende Erkrankungen und Auslöser spielen dabei eine wichtige Rolle:
Die Symptome der hepatischen Enzephalopathie reichen von leichten kognitiven Einschränkungen bis hin zum tiefen Koma. Die Erkrankung wird in vier Schweregrade eingeteilt (West-Haven-Kriterien):
Zusätzlich kann ein charakteristischer foetor hepaticus auftreten – ein süßlich-fauliger Mundgeruch, der durch Stoffwechselprodukte der beeinträchtigten Leber entsteht.
Die Diagnose der hepatischen Enzephalopathie basiert auf einer Kombination aus klinischer Untersuchung, Laborwerten und bildgebenden Verfahren:
Die Behandlung der hepatischen Enzephalopathie zielt auf die Beseitigung auslösender Faktoren, die Senkung des Ammoniakspiegels und die Unterstützung der Hirnfunktion ab.
Bei fortgeschrittener Lebererkrankung kann eine Lebertransplantation die einzige kurative Behandlungsoption darstellen. Sie beseitigt die Grunderkrankung und führt in der Regel zu einer deutlichen Verbesserung oder vollständigen Auflösung der hepatischen Enzephalopathie.
Die Prognose der hepatischen Enzephalopathie hängt stark von der zugrunde liegenden Lebererkrankung und dem Schweregrad der Enzephalopathie ab. Eine episodische hepatische Enzephalopathie, die durch einen klar identifizierbaren Auslöser entsteht, ist häufig reversibel und gut behandelbar. Eine persistierende oder rezidivierende hepatische Enzephalopathie weist hingegen auf eine schwerwiegende Leberdysfunktion hin und ist mit einer deutlich schlechteren Prognose verbunden. Unbehandelt kann ein Leberversagen mit schwerer hepatischer Enzephalopathie lebensbedrohlich sein.
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