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H2-Rezeptorantagonisten sind Medikamente, die die Magensäureproduktion hemmen. Sie werden bei Sodbrennen, Magengeschwüren und Reflux eingesetzt.
Tipps & Infos zu Gesundheitsthemen Tipps & Infos zu GesundheitsthemenH2-Rezeptorantagonisten sind Medikamente, die die Magensäureproduktion hemmen. Sie werden bei Sodbrennen, Magengeschwüren und Reflux eingesetzt.
Ein H2-Rezeptorantagonist (auch H2-Blocker genannt) ist ein Arzneimittel, das die Produktion von Magensäure gezielt reduziert. Der Name leitet sich vom Wirkmechanismus ab: Das Medikament blockiert sogenannte Histamin-H2-Rezeptoren an den Belegzellen der Magenschleimhaut, die normalerweise durch Histamin stimuliert werden, um Salzsäure zu produzieren. Durch diese Blockade wird deutlich weniger Magensäure ausgeschüttet.
H2-Rezeptorantagonisten gehören zur Gruppe der Antazida bzw. Säurehemmer und zählen zu den am häufigsten eingesetzten Medikamenten in der Gastroenterologie. Typische Wirkstoffe dieser Gruppe sind Ranitidin (mittlerweile vom Markt genommen), Famotidin, Cimetidin und Nizatidin.
H2-Rezeptorantagonisten werden bei verschiedenen Erkrankungen eingesetzt, bei denen eine erhöhte Magensäureproduktion eine Rolle spielt:
Die Magensäureproduktion wird durch drei Botenstoffe reguliert: Histamin, Gastrin und Acetylcholin. Histamin bindet an H2-Rezeptoren auf den Belegzellen (Parietalzellen) der Magenschleimhaut und aktiviert die sogenannte Protonenpumpe (H+/K+-ATPase), die Wasserstoffionen (Protonen) in den Magen pumpt und so Salzsäure bildet.
H2-Rezeptorantagonisten binden kompetitiv an diese H2-Rezeptoren und verhindern, dass Histamin andocken kann. Dadurch wird die Aktivierung der Protonenpumpe gehemmt und die Salzsäureproduktion signifikant reduziert. Im Vergleich zu Protonenpumpenhemmern (PPI) wie Omeprazol ist die säurehemmende Wirkung etwas schwächer, setzt aber schneller ein.
H2-Rezeptorantagonisten sind in Deutschland je nach Wirkstoff und Dosierung sowohl als verschreibungspflichtige als auch als rezeptfreie Präparate erhältlich. Sie können als Tabletten, Kapseln oder Injektionslösungen angewendet werden.
Die Einnahme erfolgt meist vor den Mahlzeiten oder zur Nacht, da die Magensäure nachts besonders aktiv ist.
H2-Rezeptorantagonisten werden im Allgemeinen gut vertragen. Mögliche Nebenwirkungen umfassen:
Sowohl H2-Rezeptorantagonisten als auch Protonenpumpenhemmer (PPI) reduzieren die Magensäure, unterscheiden sich jedoch in Wirkweise und Stärke:
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