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Nebennierenschwäche bezeichnet eine verminderte Funktion der Nebennieren, bei der zu wenig Stresshormone produziert werden. Dies kann Erschöpfung, Schwindel und weitere Beschwerden verursachen.
Tipps & Infos zu Gesundheitsthemen Tipps & Infos zu GesundheitsthemenNebennierenschwäche bezeichnet eine verminderte Funktion der Nebennieren, bei der zu wenig Stresshormone produziert werden. Dies kann Erschöpfung, Schwindel und weitere Beschwerden verursachen.
Die Nebennierenschwäche, medizinisch auch als Nebenniereninsuffizienz bezeichnet, ist eine Erkrankung, bei der die Nebennieren nicht ausreichend Hormone produzieren. Die Nebennieren sind zwei kleine, dreieckige Drüsen, die sich jeweils oberhalb der Nieren befinden. Sie sind für die Produktion lebenswichtiger Hormone wie Cortisol, Aldosteron und Adrenalin verantwortlich. Diese Hormone regulieren zahlreiche Körperfunktionen, darunter den Stoffwechsel, den Blutdruck, die Stressreaktion und den Elektrolythaushalt.
Es wird zwischen zwei Hauptformen unterschieden: der primären Nebenniereninsuffizienz (Morbus Addison), bei der die Nebennieren selbst geschädigt sind, und der sekundären Nebenniereninsuffizienz, die durch eine unzureichende Stimulation der Nebennieren durch die Hirnanhangdrüse (Hypophyse) verursacht wird.
Die Ursachen der Nebennierenschwäche sind vielfältig und hängen von der jeweiligen Form ab:
Die Beschwerden entwickeln sich oft schleichend und sind zunächst unspezifisch. Typische Symptome umfassen:
Im schlimmsten Fall kann es zu einer lebensbedrohlichen Addison-Krise kommen, die sich durch extremen Blutdruckabfall, starkes Erbrechen, Bewusstseinstrübung und Schock äußert. Diese stellt einen medizinischen Notfall dar und erfordert sofortige ärztliche Behandlung.
Die Diagnose der Nebennierenschwäche erfolgt durch eine Kombination aus klinischer Untersuchung, Laboranalysen und Funktionstests:
Da die Nebennierenschwäche in den meisten Fällen nicht heilbar ist, zielt die Behandlung auf den dauerhaften Ersatz der fehlenden Hormone ab:
Betroffene müssen ihre Medikamentendosis bei körperlichem oder emotionalem Stress (z. B. Operationen, Infektionen, schwere Verletzungen) erhöhen. Dies wird als Stressdosierung bezeichnet und ist entscheidend, um eine Addison-Krise zu verhindern.
Patienten mit Nebenniereninsuffizienz erhalten einen Notfallausweis und ein Notfallset mit injizierbarem Hydrocortison für den Fall einer akuten Krise.
Mit der richtigen Behandlung können die meisten Betroffenen ein weitgehend normales Leben führen. Regelmäßige ärztliche Kontrollen, eine konsequente Medikamenteneinnahme und die Kenntnis der Warnsignale einer Krise sind dabei essenziell. Patientenschulungen helfen, den Umgang mit der Erkrankung im Alltag zu erleichtern.
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