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Krebsvorsorge beim Mann umfasst regelmäßige Untersuchungen zur Früherkennung von Krebs, z. B. Prostata-, Darm- oder Hautkrebs. Frühzeitige Diagnosen verbessern die Heilungschancen erheblich.
Tipps & Infos zu Gesundheitsthemen Tipps & Infos zu GesundheitsthemenKrebsvorsorge beim Mann umfasst regelmäßige Untersuchungen zur Früherkennung von Krebs, z. B. Prostata-, Darm- oder Hautkrebs. Frühzeitige Diagnosen verbessern die Heilungschancen erheblich.
Die Krebsvorsorge beim Mann bezeichnet alle medizinischen Untersuchungen, die darauf abzielen, bösartige Erkrankungen frühzeitig zu erkennen – idealerweise noch bevor Beschwerden auftreten. In Deutschland übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen eine Reihe von Vorsorgeuntersuchungen für Männer ab einem bestimmten Lebensalter. Je früher ein Tumor entdeckt wird, desto besser sind in der Regel die Behandlungsmöglichkeiten und die Heilungsaussichten.
Ab dem 45. Lebensjahr haben Männer in Deutschland Anspruch auf eine jährliche Tastuntersuchung der Prostata (digitale rektale Untersuchung, DRU). Dabei tastet der Arzt die Prostata durch den Enddarm ab, um Veränderungen wie Verhärtungen festzustellen. Ergänzend kann der PSA-Test (Prostata-spezifisches Antigen) im Blut bestimmt werden, der jedoch kein gesetzlicher Kassenstandard ist und individuell besprochen werden sollte.
Ab dem 50. Lebensjahr wird der jährliche Stuhltest auf okkultes Blut (iFOBT) empfohlen. Ab dem 55. Lebensjahr besteht Anspruch auf zwei Darmspiegelungen (Koloskopien) im Abstand von mindestens zehn Jahren. Die Koloskopie gilt als Goldstandard in der Darmkrebsvorsorge, da sie nicht nur Tumore, sondern auch Vorstufen (Polypen) erkennen und direkt entfernen kann.
Ab dem 35. Lebensjahr haben gesetzlich Versicherte alle zwei Jahre Anspruch auf ein Hautkrebs-Screening. Dabei untersucht ein Arzt die gesamte Körperoberfläche auf auffällige Veränderungen der Haut, Muttermale oder andere Läsionen, die auf Hautkrebs (z. B. malignes Melanom, Basalzellkarzinom) hinweisen könnten.
Männer jeden Alters, insbesondere junge Männer zwischen 20 und 40 Jahren, werden zur regelmäßigen Selbstuntersuchung der Hoden ermutigt. Veränderungen wie Verhärtungen, Schwellungen oder schmerzlose Knoten sollten umgehend ärztlich abgeklärt werden.
Ab dem 35. Lebensjahr besteht alle drei Jahre Anspruch auf den allgemeinen Gesundheits-Check-up, der neben Blutdruck- und Blutzuckermessungen auch eine Bestimmung der Blutfettwerte umfasst. Diese Untersuchung kann Hinweise auf Erkrankungen geben, die das Krebsrisiko indirekt erhöhen.
Bestimmte Faktoren erhöhen das Krebsrisiko bei Männern und sprechen für eine besonders konsequente Vorsorge:
Studien zeigen, dass Männer Vorsorgeuntersuchungen deutlich seltener in Anspruch nehmen als Frauen. Häufige Gründe sind mangelndes Bewusstsein, die Scheu vor bestimmten Untersuchungen (z. B. rektale Untersuchung) oder die Unterschätzung des eigenen Erkrankungsrisikos. Dabei können regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen Leben retten, denn viele Krebsarten verlaufen im Frühstadium symptomlos.
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