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Die Kalziumhomöostase bezeichnet die präzise Regulierung des Kalziumspiegels im Blut und Gewebe. Sie ist essenziell für Knochen, Muskeln, Nerven und viele Stoffwechselprozesse.
Tipps & Infos zu Gesundheitsthemen Tipps & Infos zu GesundheitsthemenDie Kalziumhomöostase bezeichnet die präzise Regulierung des Kalziumspiegels im Blut und Gewebe. Sie ist essenziell für Knochen, Muskeln, Nerven und viele Stoffwechselprozesse.
Die Kalziumhomöostase beschreibt den physiologischen Prozess, durch den der Körper den Kalziumspiegel im Blut und in den Geweben in einem engen, lebenswichtigen Bereich hält. Der normale Kalziumspiegel im Blutserum liegt bei etwa 2,2 bis 2,6 mmol/l. Kalzium (Ca²⁺) ist nicht nur ein Baustein der Knochen und Zähne, sondern auch ein unverzichtbarer Botenstoff für die Muskelkontraktion, die Nervenübertragung, die Blutgerinnung und zahlreiche Enzymreaktionen.
Die Kalziumhomöostase wird durch ein komplexes Zusammenspiel von Hormonen, Organen und Transportproteinen gewährleistet. Die drei zentralen Regulatoren sind:
Drei Organe spielen eine Schlüsselrolle bei der Aufrechterhaltung der Kalziumhomöostase:
Ein zu niedriger Kalziumspiegel wird als Hypokalzämie bezeichnet. Ursachen können ein Mangel an Parathormon (Hypoparathyreoidismus), ein schwerer Vitamin-D-Mangel, eine Niereninsuffizienz oder eine verminderte Kalziumaufnahme sein. Typische Symptome sind Muskelkrämpfe, Kribbeln in Händen und Gesicht, Tetanie (unwillkürliche Muskelanspannungen) und im schweren Fall Herzrhythmusstörungen.
Eine Hyperkalzämie entsteht häufig durch eine Überproduktion von Parathormon (primärer Hyperparathyreoidismus), durch Tumorerkrankungen oder durch eine übermäßige Zufuhr von Vitamin D. Symptome umfassen Müdigkeit, Übelkeit, Verstopfung, vermehrten Durst, häufiges Wasserlassen und im schweren Verlauf Nierensteinen sowie Bewusstseinsstörungen.
Zur Beurteilung der Kalziumhomöostase werden folgende Untersuchungen eingesetzt:
Die Behandlung richtet sich nach der Grundursache und dem Schweregrad der Störung:
Eine intakte Kalziumhomöostase ist grundlegend für die Gesundheit des gesamten Organismus. Langfristige Störungen können zu Osteoporose, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Nierensteinen und neurologischen Beschwerden führen. Eine ausgewogene Ernährung mit ausreichend kalziumreichen Lebensmitteln (z. B. Milchprodukte, grünes Blattgemüse, Nüsse) sowie eine ausreichende Vitamin-D-Versorgung sind wichtige Faktoren für den Erhalt eines gesunden Kalziumspiegels.
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