-
DE
Der Intermembranraum ist der Bereich zwischen der inneren und äußeren Membran von Mitochondrien. Er spielt eine zentrale Rolle bei der Energiegewinnung in der Zelle.
Tipps & Infos zu Gesundheitsthemen Tipps & Infos zu GesundheitsthemenDer Intermembranraum ist der Bereich zwischen der inneren und äußeren Membran von Mitochondrien. Er spielt eine zentrale Rolle bei der Energiegewinnung in der Zelle.
Der Intermembranraum (auch Intermbranraum oder peristomatischer Raum der Mitochondrien genannt) ist ein schmaler Bereich innerhalb der Mitochondrien – den Kraftwerken der menschlichen Zelle. Er befindet sich zwischen der äußeren Mitochondrienmembran und der inneren Mitochondrienmembran. Dieser Raum ist trotz seiner geringen Größe funktionell von entscheidender Bedeutung für den Energiestoffwechsel des gesamten Organismus.
Mitochondrien besitzen eine doppelte Membranstruktur:
Die wichtigste Funktion des Intermembranraums liegt in der oxidativen Phosphorylierung. Die Enzymkomplexe der Atmungskette (Komplex I, II, III und IV) pumpen aktiv Protonen (H⁺-Ionen) aus der Mitochondrienmatrix in den Intermembranraum. Dadurch entsteht ein elektrochemischer Protonengradient – also ein Konzentrations- und Ladungsunterschied zwischen dem Intermembranraum (hohe Protonenkonzentration) und der Matrix (niedrige Protonenkonzentration). Dieser Gradient treibt die ATP-Synthase an, welche die Energie des Protonenstroms nutzt, um ATP (Adenosintriphosphat) – die universelle Energiewährung der Zelle – herzustellen.
Der Intermembranraum enthält auch Cytochrom c, ein kleines Protein, das eine doppelte Rolle spielt: Einerseits ist es Bestandteil der Atmungskette, andererseits fungiert es als wichtiger Apoptose-Signal. Bei Zellschäden oder programmierten Zelltodprozessen wird Cytochrom c aus dem Intermembranraum in das Zytoplasma freigesetzt, wo es die Caspase-Kaskade – eine Abfolge von Abbau-Enzymen – aktiviert und damit den geordneten Zelltod einleitet.
Neben Cytochrom c befinden sich im Intermembranraum weitere wichtige Proteine und Enzyme, darunter:
Störungen im Bereich der Mitochondrienmembranen und des Intermembranraums sind mit verschiedenen Erkrankungen assoziiert. Mitochondriopathien – genetisch bedingte Funktionsstörungen der Mitochondrien – können zu Muskelschwäche, neurologischen Ausfällen und Stoffwechselstörungen führen. Auch bei neurodegenerativen Erkrankungen wie Morbus Parkinson oder Morbus Alzheimer wird eine Fehlfunktion der mitochondrialen Energiegewinnung und der Regulation des Intermembranraums diskutiert. Darüber hinaus spielt die unkontrollierte Freisetzung von Cytochrom c aus dem Intermembranraum eine Rolle bei der Entstehung von Krebserkrankungen und bei Ischämie-Reperfusionsschäden (z. B. nach einem Herzinfarkt).
Durchschnittliche Bewertung von 4.93 von 5 Sternen
Durchschnittliche Bewertung von 4.84 von 5 Sternen
Der universelle Immunschutz
Als eines der wertvollsten körpereigenen Immunproteine ist Lactoferrin ein natürlicher Bestandteil des Immunsystems
Durchschnittliche Bewertung von 4.97 von 5 Sternen
Für eine gesunde Mundflora & Zahnpflege
Formulierte Lutschtabletten mit AB-Dentalac®, probiotischen Milchsäurebakterien und Lactoferrin CLN®Verwandte Suchbegriffe: Intermembranraum