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Ein Immunsuppressivum ist ein Medikament, das das Immunsystem gezielt abschwächt. Es wird u. a. nach Organtransplantationen und bei Autoimmunerkrankungen eingesetzt.
Tipps & Infos zu Gesundheitsthemen Tipps & Infos zu GesundheitsthemenEin Immunsuppressivum ist ein Medikament, das das Immunsystem gezielt abschwächt. Es wird u. a. nach Organtransplantationen und bei Autoimmunerkrankungen eingesetzt.
Ein Immunsuppressivum (Plural: Immunsuppressiva) ist ein Wirkstoff oder ein Medikament, das die Aktivität des körpereigenen Immunsystems gezielt hemmt oder abschwächt. Der Begriff setzt sich aus dem lateinischen immunis (frei, geschützt) und supprimere (unterdrücken) zusammen. Immunsuppressiva werden in der Medizin eingesetzt, wenn eine überschießende oder fehlgeleitete Immunreaktion dem Körper schadet.
Immunsuppressiva kommen in verschiedenen medizinischen Bereichen zum Einsatz:
Je nach Wirkstoffklasse greifen Immunsuppressiva an verschiedenen Stellen in das Immunsystem ein:
Kortikosteroide wie Prednisolon oder Dexamethason wirken entzündungshemmend und immunsuppressiv, indem sie die Produktion von entzündungsfördernden Botenstoffen (Zytokinen) hemmen und die Aktivität von Immunzellen reduzieren.
Calcineurin-Inhibitoren wie Ciclosporin und Tacrolimus hemmen das Enzym Calcineurin, das für die Aktivierung von T-Lymphozyten (eine wichtige Gruppe weißer Blutkörperchen) benötigt wird. Dadurch wird die Immunantwort deutlich abgeschwächt.
mTOR-Inhibitoren wie Sirolimus (Rapamycin) und Everolimus blockieren einen zentralen Signalweg in Immunzellen, der deren Wachstum und Vermehrung steuert.
Antimetaboliten wie Azathioprin und Mycophenolatmofetil hemmen die Zellteilung von Immunzellen, indem sie in die DNA-Synthese eingreifen. Sie werden häufig in Kombination mit anderen Immunsuppressiva eingesetzt.
Biologika sind biotechnologisch hergestellte Wirkstoffe, die gezielt bestimmte Bestandteile des Immunsystems blockieren, z. B. bestimmte Zytokine (Tumornekrosefaktor-alpha, Interleukin-6) oder spezifische Immunzellrezeptoren. Beispiele sind Infliximab, Rituximab oder Adalimumab.
Die Dosierung von Immunsuppressiva ist streng individuell und abhängig von der zugrunde liegenden Erkrankung, dem Körpergewicht, der Nieren- und Leberfunktion sowie weiteren Faktoren. Die Einnahme erfolgt je nach Präparat oral (als Tablette oder Kapsel), intravenös (als Infusion) oder subkutan (als Injektion). Eine regelmäßige ärztliche Kontrolle mit Blutuntersuchungen ist zwingend erforderlich, um den Wirkstoffspiegel im Blut zu überwachen und Nebenwirkungen frühzeitig zu erkennen.
Da das Immunsystem durch Immunsuppressiva geschwächt wird, sind Patienten anfälliger für Infektionen. Zu den wichtigsten Nebenwirkungen zählen:
Patienten, die Immunsuppressiva einnehmen, sollten folgende Punkte beachten:
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