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Immunglobulinmangel bezeichnet einen Zustand, bei dem der Körper zu wenig Antikörper produziert. Dies schwächt das Immunsystem und erhöht die Anfälligkeit für Infektionen.
Tipps & Infos zu Gesundheitsthemen Tipps & Infos zu GesundheitsthemenImmunglobulinmangel bezeichnet einen Zustand, bei dem der Körper zu wenig Antikörper produziert. Dies schwächt das Immunsystem und erhöht die Anfälligkeit für Infektionen.
Ein Immunglobulinmangel (auch Antikörpermangel genannt) ist eine Erkrankung des Immunsystems, bei der der Körper nicht ausreichend Immunglobuline – also Antikörper – produziert. Immunglobuline sind Proteine, die vom Immunsystem gebildet werden, um Krankheitserreger wie Bakterien, Viren und Pilze zu erkennen und zu bekämpfen. Ein Mangel dieser Antikörper führt dazu, dass der Körper anfälliger für wiederkehrende und schwere Infektionen ist.
Immunglobulinmangel kann angeboren (primär) oder im Laufe des Lebens erworben (sekundär) sein. Er zählt zu den häufigsten primären Immundefekten.
Beim primären Immunglobulinmangel liegt eine genetisch bedingte Störung der Antikörperproduktion vor. Zu den häufigsten Formen gehören:
Ein sekundärer Immunglobulinmangel entsteht als Folge anderer Erkrankungen oder Therapien, zum Beispiel durch:
Die Symptome eines Immunglobulinmangels hängen vom Schweregrad und der betroffenen Antikörperklasse ab. Typische Zeichen sind:
Die Diagnose eines Immunglobulinmangels erfolgt durch eine Blutuntersuchung, bei der die Konzentrationen der verschiedenen Immunglobulinklassen (IgG, IgA, IgM, IgE) gemessen werden. Weitere diagnostische Schritte umfassen:
Die wichtigste Behandlung bei klinisch relevantem Antikörpermangel ist die Immunglobulin-Substitutionstherapie. Dabei werden dem Patienten regelmäßig Immunglobulinpräparate verabreicht, die aus dem Blutplasma gesunder Spender gewonnen werden. Dies kann intravenös (IVIG) oder subkutan (SCIG) erfolgen.
Zur Vorbeugung häufiger Infektionen kann eine vorbeugende Antibiotikatherapie eingesetzt werden. Bestehende Infektionen werden gezielt mit Antibiotika oder anderen antiinfektiven Medikamenten behandelt.
Bei sekundärem Immunglobulinmangel steht die Therapie der auslösenden Erkrankung im Vordergrund, z. B. die Behandlung des zugrunde liegenden Blutkrebses oder das Anpassen der immunsuppressiven Medikation.
Bei schweren angeborenen Formen (z. B. schwerer kombinierter Immundefekt) kann eine hämatopoetische Stammzelltransplantation als potenziell heilende Therapie in Betracht gezogen werden.
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