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Die Duodenalatresie ist eine angeborene Fehlbildung, bei der der Zwölffingerdarm (Duodenum) vollständig verschlossen ist. Sie wird operativ behandelt und ist häufig mit anderen Fehlbildungen assoziiert.
Tipps & Infos zu Gesundheitsthemen Tipps & Infos zu GesundheitsthemenDie Duodenalatresie ist eine angeborene Fehlbildung, bei der der Zwölffingerdarm (Duodenum) vollständig verschlossen ist. Sie wird operativ behandelt und ist häufig mit anderen Fehlbildungen assoziiert.
Die Duodenalatresie ist eine angeborene Fehlbildung des Magen-Darm-Trakts, bei der der Zwölffingerdarm (Duodenum) – der erste Abschnitt des Dünndarms direkt nach dem Magen – vollständig verschlossen oder erheblich eingeengt ist. Dies verhindert den Weitertransport von Nahrung und Mageninhalt durch den Verdauungstrakt. Die Erkrankung gehört zur Gruppe der intestinalen Atresien und tritt bei etwa 1 von 5.000 bis 10.000 Lebendgeburten auf.
Die Duodenalatresie entsteht während der Fetalentwicklung, meist zwischen der 4. und 10. Schwangerschaftswoche. In dieser Phase kommt es normalerweise zur Rekanalisierung des Darmlumens – also zur Wiedereröffnung des zunächst solide angelegten Darmrohrs. Bleibt dieser Prozess aus oder ist unvollständig, entsteht eine Atresie (vollständiger Verschluss) oder Stenose (teilweiser Verschluss).
Die Symptome der Duodenalatresie treten in der Regel kurz nach der Geburt auf:
Bereits pränatal kann eine Duodenalatresie durch das sogenannte Double-Bubble-Zeichen im Ultraschall erkannt werden: Es zeigen sich zwei luftgefüllte Blasen im Bauchraum des Fetus – eine im Magen und eine im erweiterten Duodenum –, die auf den Stau von Flüssigkeit vor der Engstelle hinweisen. Zusätzlich kann ein Polyhydramnion (übermäßige Fruchtwassermenge) auftreten, da das Fruchtwasser nicht normal geschluckt und resorbiert werden kann.
Die Diagnose kann pränatal oder postnatal gestellt werden:
Die Duodenalatresie wird ausschließlich operativ behandelt. Der Eingriff erfolgt in der Regel innerhalb der ersten Lebenstage nach Stabilisierung des Neugeborenen.
Das Standardverfahren ist die Duodenoduodenostomie: Dabei wird eine direkte Verbindung (Anastomose) zwischen dem erweiterten, blind endenden Duodenum oberhalb der Verschlussstelle und dem normalen Duodenum unterhalb davon geschaffen. Alternativ kann eine Duodenojejunostomie (Verbindung mit dem Jejunum) durchgeführt werden. Liegt ein Pancreas anulare vor, wird der Ring nicht durchtrennt, sondern eine Umgehungsanastomose angelegt.
Die Prognose der Duodenalatresie ist bei rechtzeitiger Operation insgesamt gut. Die Überlebensrate liegt heutigen Standards zufolge bei über 90 %. Der langfristige Verlauf wird maßgeblich durch eventuelle Begleitfehlbildungen, insbesondere Herzfehler oder das Vorliegen einer Trisomie 21, beeinflusst. Bei unkompliziertem Verlauf entwickeln sich betroffene Kinder nach erfolgreicher Operation häufig normal.
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