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Die diagnostische Laparoskopie ist ein minimalinvasives Verfahren zur Untersuchung der Bauchorgane mithilfe einer kleinen Kamera. Sie hilft Ärzten, unklare Bauchbeschwerden sicher abzuklären.
Tipps & Infos zu Gesundheitsthemen Tipps & Infos zu GesundheitsthemenDie diagnostische Laparoskopie ist ein minimalinvasives Verfahren zur Untersuchung der Bauchorgane mithilfe einer kleinen Kamera. Sie hilft Ärzten, unklare Bauchbeschwerden sicher abzuklären.
Die diagnostische Laparoskopie ist ein minimal-invasives chirurgisches Verfahren, bei dem ein Chirurg das Innere des Bauchraums und des Beckens mithilfe eines dünnen, kamerabestückten Instruments – dem sogenannten Laparoskop – direkt betrachtet. Das Laparoskop wird durch einen kleinen Schnitt (ca. 5–10 mm) in der Bauchdecke eingeführt. Dieses Verfahren ermöglicht es, Organe wie Leber, Gallenblase, Darm, Gebärmutter, Eierstöcke und Blinddarm zu beurteilen, ohne einen großen Bauchschnitt vornehmen zu müssen.
Die diagnostische Laparoskopie kommt zum Einsatz, wenn andere bildgebende Verfahren wie Ultraschall, CT oder MRT keine eindeutige Diagnose liefern konnten. Typische Indikationen sind:
Die Untersuchung wird in der Regel unter Vollnarkose durchgeführt. Der Patient muss vorher nüchtern sein (üblicherweise mindestens 6 Stunden ohne Nahrung und Flüssigkeit). Eine ausführliche Aufklärung durch den Arzt sowie ein präoperatives Gespräch sind obligatorisch.
Zunächst wird der Bauchraum mit Kohlendioxidgas (CO₂) aufgebläht (Pneumoperitoneum), um ausreichend Platz für die Betrachtung der Organe zu schaffen. Anschließend wird das Laparoskop durch einen kleinen Schnitt nahe dem Nabel eingeführt. Bei Bedarf können ein oder zwei weitere kleine Schnitte für Zusatzinstrumente gesetzt werden, um Gewebe zu tasten, zu bewegen oder Biopsien (Gewebeproben) zu entnehmen. Die Dauer des Eingriffs beträgt je nach Fragestellung zwischen 20 und 60 Minuten.
Nach dem Eingriff erholt sich der Patient für einige Stunden im Aufwachraum. Leichte Schmerzen oder ein Druckgefühl im Bauch- und Schulterbereich (durch das CO₂-Gas) sind normal und klingen in der Regel innerhalb weniger Tage ab. Die meisten Patienten können das Krankenhaus noch am selben Tag oder am nächsten Tag verlassen.
Die diagnostische Laparoskopie gilt als sicheres Verfahren, birgt jedoch wie jeder chirurgische Eingriff gewisse Risiken:
Die diagnostische Laparoskopie dient ausschließlich der Befunderhebung. Werden dabei behandlungsbedürftige Befunde entdeckt, kann der Eingriff in vielen Fällen direkt in eine therapeutische (operative) Laparoskopie umgewandelt werden – beispielsweise zur Entfernung von Endometrioseherden, Zysten oder dem Blinddarm.
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