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Das Residualvolumen ist die Luftmenge, die nach maximaler Ausatmung in der Lunge verbleibt. Es sichert den Gasaustausch und verhindert ein vollständiges Kollabieren der Lunge.
Tipps & Infos zu Gesundheitsthemen Tipps & Infos zu GesundheitsthemenDas Residualvolumen ist die Luftmenge, die nach maximaler Ausatmung in der Lunge verbleibt. Es sichert den Gasaustausch und verhindert ein vollständiges Kollabieren der Lunge.
Das Residualvolumen (Abkürzung: RV) bezeichnet die Luftmenge, die nach einer maximalen Ausatmung (Exspiration) noch in der Lunge verbleibt und nicht willentlich ausgeatmet werden kann. Beim gesunden Erwachsenen beträgt das Residualvolumen etwa 1,0 bis 1,5 Liter, was ungefähr 20–25 % der totalen Lungenkapazität entspricht. Es ist ein wichtiger Parameter der Lungenfunktion und kann nur indirekt gemessen werden, da es spirometrisch nicht direkt erfassbar ist.
Das Residualvolumen erfüllt mehrere wichtige Aufgaben im Atemvorgang:
Da das Residualvolumen nach maximaler Ausatmung in der Lunge verbleibt, kann es mit einem einfachen Spirometer nicht gemessen werden. Für die Bestimmung werden spezielle Verfahren eingesetzt:
Bei der Ganzkörperplethysmographie sitzt die Patientin oder der Patient in einer luftdichten Kabine. Durch Druckveränderungen beim Atemvorgang kann das gesamte intrathorakale Gasvolumen berechnet werden. Diese Methode gilt als Goldstandard und ist sehr präzise.
Bei der Helium-Verdünnungsmethode atmet die untersuchte Person ein bekanntes Volumen eines Helium-Luft-Gemisches ein. Da Helium kaum im Blut löslich ist, verteilt es sich gleichmäßig in der Lunge. Aus der Konzentrationsveränderung des Heliums lässt sich das Residualvolumen berechnen.
Beim Stickstoff-Auswaschverfahren atmet die Person reinen Sauerstoff ein, wodurch der in der Lunge enthaltene Stickstoff schrittweise ausgespült wird. Die ausgeatmete Stickstoffmenge erlaubt Rückschlüsse auf das Residualvolumen.
Der Normalwert des Residualvolumens variiert je nach Alter, Geschlecht, Körpergröße und Trainingszustand. Typische Referenzwerte für Erwachsene liegen zwischen 1,0 und 1,5 Litern. Mit zunehmendem Alter steigt das Residualvolumen physiologisch an, da die Elastizität der Lunge nachlässt.
Ein erhöhtes Residualvolumen ist ein Zeichen für eine Lungenüberblähung und tritt häufig bei folgenden Erkrankungen auf:
Ein erniedrigtes Residualvolumen deutet auf eine restriktive Ventilationsstörung hin. Ursachen können sein:
Das Residualvolumen ist Teil der totalen Lungenkapazität (TLC), die sich aus mehreren Teilvolumina zusammensetzt:
Die Summe aus exspiratorischem Reservevolumen und Residualvolumen wird als funktionelle Residualkapazität (FRC) bezeichnet und beschreibt das Lungenvolumen am Ende einer normalen Ausatmung.
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