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Der Rechtsschenkelblock ist eine Erregungsleitungsstörung im Herzen, bei der der rechte Tawara-Schenkel verzögert oder blockiert ist. Er wird häufig im EKG festgestellt.
Tipps & Infos zu Gesundheitsthemen Tipps & Infos zu GesundheitsthemenDer Rechtsschenkelblock ist eine Erregungsleitungsstörung im Herzen, bei der der rechte Tawara-Schenkel verzögert oder blockiert ist. Er wird häufig im EKG festgestellt.
Der Rechtsschenkelblock (RSB) ist eine Störung der elektrischen Erregungsleitung im Herzen. Normalerweise wird der elektrische Impuls, der den Herzschlag auslöst, über zwei Leitungsbahnen – den linken und den rechten Tawara-Schenkel – gleichzeitig in beide Herzkammern weitergeleitet. Beim Rechtsschenkelblock ist die Leitung im rechten Schenkel verlangsamt oder vollständig unterbrochen, sodass die rechte Herzkammer verzögert erregt wird.
Man unterscheidet zwischen einem kompletten Rechtsschenkelblock (QRS-Breite im EKG ≥ 120 ms) und einem inkompletten Rechtsschenkelblock (QRS-Breite 100–119 ms). Der Rechtsschenkelblock selbst ist keine Erkrankung, sondern ein Befund im Elektrokardiogramm (EKG), der auf verschiedene Ursachen hinweisen kann.
Ein Rechtsschenkelblock kann in verschiedenen Zusammenhängen auftreten:
Ein Rechtsschenkelblock verursacht in den meisten Fällen keine direkten Beschwerden. Viele Betroffene erfahren von diesem Befund erst im Rahmen einer Routineuntersuchung oder eines EKGs.
Falls Symptome auftreten, sind diese häufig auf die zugrunde liegende Herzerkrankung zurückzuführen und können umfassen:
Die Diagnose eines Rechtsschenkelblocks erfolgt in der Regel mittels Elektrokardiogramm (EKG). Typische EKG-Zeichen sind:
Um eine zugrunde liegende Herzerkrankung auszuschließen oder zu identifizieren, können weitere diagnostische Maßnahmen erforderlich sein:
Der Rechtsschenkelblock selbst erfordert in der Regel keine spezifische Behandlung, da er lediglich ein elektrophysiologisches Phänomen und keine eigenständige Erkrankung darstellt.
Die Therapie richtet sich stets nach der zugrundeliegenden Ursache:
Patienten mit einem isolierten, asymptomatischen Rechtsschenkelblock ohne erkennbare Herzerkrankung benötigen in der Regel lediglich regelmäßige kardiologische Kontrolluntersuchungen.
Die Prognose beim Rechtsschenkelblock hängt stark von der Ursache ab. Ein isolierter Rechtsschenkelblock ohne strukturelle Herzerkrankung hat im Allgemeinen eine gute Prognose und beeinträchtigt die Lebenserwartung nicht wesentlich. Tritt der Rechtsschenkelblock jedoch im Rahmen einer schweren Herzerkrankung auf, so bestimmt die Grunderkrankung die Prognose maßgeblich.
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