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Vorhofflimmern ist die häufigste anhaltende Herzrhythmusstörung. Die Vorhöfe des Herzens schlagen dabei unkontrolliert und unregelmäßig, was das Schlaganfallrisiko erhöht.
Tipps & Infos zu Gesundheitsthemen Tipps & Infos zu GesundheitsthemenVorhofflimmern ist die häufigste anhaltende Herzrhythmusstörung. Die Vorhöfe des Herzens schlagen dabei unkontrolliert und unregelmäßig, was das Schlaganfallrisiko erhöht.
Vorhofflimmern (VHF) ist die häufigste klinisch relevante Herzrhythmusstörung (Arrhythmie) weltweit. Bei dieser Erkrankung werden die Vorhöfe des Herzens nicht mehr geordnet, sondern chaotisch und sehr schnell aktiviert – mit einer Frequenz von bis zu 600 Impulsen pro Minute. Dadurch verlieren die Vorhöfe ihre koordinierte Pumpfunktion, und der Herzschlag wird unregelmäßig. Vorhofflimmern kann vorübergehend (paroxysmal), wiederkehrend (persistierend) oder dauerhaft (permanent) auftreten.
Vorhofflimmern kann durch eine Vielzahl von Erkrankungen und Risikofaktoren ausgelöst oder begünstigt werden:
Vorhofflimmern kann sich sehr unterschiedlich äußern – manche Betroffene bemerken gar nichts, während andere deutliche Beschwerden verspüren. Typische Symptome sind:
Besonders gefährlich ist Vorhofflimmern, weil es in den Vorhöfen zur Bildung von Blutgerinnseln führen kann. Lösen sich diese Gerinnsel und gelangen ins Gehirn, kann ein Schlaganfall entstehen. Das Schlaganfallrisiko ist bei Vorhofflimmern rund fünffach erhöht.
Die Diagnose wird in der Regel durch folgende Untersuchungen gestellt:
Da Vorhofflimmern das Schlaganfallrisiko erheblich erhöht, ist die Verhinderung von Blutgerinnseln ein zentrales Therapieziel. Hierfür werden Blutverdünner (Antikoagulanzien) eingesetzt, z.B. direkte orale Antikoagulanzien (DOAKs) wie Apixaban, Rivaroxaban oder Dabigatran, oder das klassische Phenprocoumon (Marcumar).
Ziel ist es, die Herzfrequenz auf einen normalen Bereich zu senken. Eingesetzt werden dafür Betablocker, Kalziumantagonisten (z.B. Verapamil) oder Digitalisglykoside.
Bei dieser Strategie wird versucht, den normalen Herzrhythmus (Sinusrhythmus) wiederherzustellen und aufrechtzuerhalten. Dies kann medikamentös mit Antiarrhythmika (z.B. Flecainid, Amiodaron) oder durch einen elektrischen Kardioversionsschock erfolgen.
Bei der Katheterablation werden die auslösenden elektrischen Impulse im Herzgewebe gezielt durch Hitze (Radiofrequenz) oder Kälte (Kryoablation) verödet. Diese Methode ist besonders bei jüngeren Patientinnen und Patienten mit symptomatischem Vorhofflimmern wirksam.
Begleitend zur medikamentösen Therapie sind Lebensstiländerungen wichtig: Gewichtsreduktion, regelmäßige Bewegung, Einschränkung des Alkoholkonsums, optimale Einstellung von Blutdruck und Blutzucker sowie Behandlung einer Schlafapnoe können das Vorhofflimmern positiv beeinflussen.
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