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Vitamin A ist ein fettlösliches Vitamin, das für Sehvermögen, Immunsystem und Zellwachstum essenziell ist. Ein Mangel kann zu Nachtblindheit und erhöhter Infektanfälligkeit führen.
Tipps & Infos zu Gesundheitsthemen Tipps & Infos zu GesundheitsthemenVitamin A ist ein fettlösliches Vitamin, das für Sehvermögen, Immunsystem und Zellwachstum essenziell ist. Ein Mangel kann zu Nachtblindheit und erhöhter Infektanfälligkeit führen.
Vitamin A ist ein fettlösliches Vitamin, das der Körper nicht selbst herstellen kann und daher über die Nahrung aufnehmen muss. Es kommt in zwei Hauptformen vor: als Retinol (vorgeformtes Vitamin A), das direkt aus tierischen Lebensmitteln aufgenommen wird, und als Provitamin A (z. B. Beta-Carotin), das in pflanzlichen Lebensmitteln vorkommt und im Körper in aktives Vitamin A umgewandelt wird.
Vitamin A erfüllt im menschlichen Körper zahlreiche lebenswichtige Aufgaben:
Die empfohlene Tageszufuhr für Vitamin A wird in Mikrogramm Retinoläquivalent (µg RE) angegeben. Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gelten folgende Richtwerte:
Ein Vitamin-A-Mangel ist weltweit eine der häufigsten Mikronährstoffdefizienzen, insbesondere in Entwicklungsländern. Zu den häufigsten Ursachen zählen unzureichende Nahrungszufuhr, Malabsorptionssyndrome (z. B. Zöliakie, chronisch-entzündliche Darmerkrankungen) und erhöhter Bedarf (z. B. in der Schwangerschaft).
Da Vitamin A fettlöslich ist, kann es im Körper, vor allem in der Leber, gespeichert werden. Eine chronische Überversorgung (Hypervitaminose A) – meist durch übermäßige Supplementierung – kann toxisch wirken. Symptome einer Überdosierung umfassen Übelkeit, Kopfschmerzen, Schwindel, Haarausfall, Leberschäden und bei Schwangeren Fehlbildungen beim ungeborenen Kind. Die tolerable obere Aufnahmemenge (UL) für Erwachsene liegt laut der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) bei 3.000 µg Retinol/Tag. Beta-Carotin aus pflanzlichen Quellen gilt dagegen als unbedenklich, da der Körper die Umwandlung in Vitamin A bedarfsgerecht reguliert.
Vitamin-A-Präparate sind in Form von Retinol, Retinylacetat oder Retinylpalmitat erhältlich. Eine Supplementierung sollte nur bei nachgewiesenem Mangel oder auf ärztlichen Rat erfolgen. In bestimmten Regionen der Welt wird Vitamin A zur Vorbeugung von Mangelerkrankungen und zur Reduktion der Kindersterblichkeit durch Masern von der WHO empfohlen.
Vitamin A kann mit verschiedenen Medikamenten und Nährstoffen interagieren:
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