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Die Urinzytologie ist eine diagnostische Methode, bei der Zellen im Urin mikroskopisch untersucht werden. Sie dient vor allem zur Früherkennung von Blasenkrebs und anderen Erkrankungen der Harnwege.
Tipps & Infos zu Gesundheitsthemen Tipps & Infos zu GesundheitsthemenDie Urinzytologie ist eine diagnostische Methode, bei der Zellen im Urin mikroskopisch untersucht werden. Sie dient vor allem zur Früherkennung von Blasenkrebs und anderen Erkrankungen der Harnwege.
Die Urinzytologie (auch Harnzytologie genannt) ist ein diagnostisches Verfahren, bei dem Zellen, die sich im Urin befinden, unter dem Mikroskop untersucht werden. Diese Zellen stammen aus der Schleimhaut der Harnwege, also aus der Harnblase, den Harnleitern, der Niere oder der Harnröhre. Durch die Analyse dieser Zellen können Veränderungen – insbesondere bösartige (maligne) Zellveränderungen – frühzeitig erkannt werden.
Die Urinzytologie wird vor allem in folgenden Situationen angewendet:
Für die Urinzytologie wird eine Urinprobe des Patienten benötigt. Am besten geeignet ist dabei Spontanurin (der zweite oder dritte Urin des Tages), da der erste Morgenurin oft degenerierte Zellen enthält, die schwer zu beurteilen sind. Alternativ kann Urin auch direkt durch eine Blasenspülung (Blasenlavage) im Rahmen einer Blasenspiegelung (Zystoskopie) gewonnen werden, was eine höhere Zelldichte liefert.
Die gewonnene Urinprobe wird im Labor aufbereitet: Die Zellen werden auf einem Objektträger fixiert und mit speziellen Färbemethoden – häufig der Papanicolaou-Färbung – eingefärbt. Anschließend beurteilt ein spezialisierter Arzt (Pathologe oder Zytologe) die Zellen unter dem Mikroskop.
Der untersuchende Arzt achtet auf verschiedene Merkmale der Zellen, darunter:
Die Befunde werden nach einem standardisierten System klassifiziert. Weit verbreitet ist das Pariser System zur Berichterstattung der Urinzytologie (The Paris System, TPS), das Kategorien von unauffällig (negativ für hochgradige Urothelkarzinomzellen) bis hin zu eindeutig bösartig (positiv für hochgradige Urothelkarzinomzellen) umfasst.
Die Urinzytologie ist besonders zuverlässig beim Nachweis von hochgradigen Urothelkarzinomen (aggressive Blasentumoren), da diese Tumoren stark veränderte Zellen abschilfern. Die Sensitivität (Trefferquote) liegt hier bei etwa 80–90 %.
Bei niedriggradigen Tumoren (weniger aggressive Blasentumoren) ist die Methode jedoch weniger sensitiv, da sich die Zellen kaum von normalen Zellen unterscheiden. Hier kann die Urinzytologie falsch-negative Ergebnisse liefern. Daher wird sie meist in Kombination mit anderen Verfahren wie der Zystoskopie (Blasenspiegelung) eingesetzt.
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