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Orthorexie beschreibt den krankhaften Zwang, sich gesund zu ernähren. Erfahre mehr über Symptome, Ursachen und Risiken der Essstörung.
Tipps & Infos zu Gesundheitsthemen Tipps & Infos zu GesundheitsthemenOrthorexie nervosa beschreibt ein gestörtes Essverhalten, bei dem die Betroffenen einen krankhaften Zwang entwickeln, sich „perfekt“ zu ernähren.
Bei Orthorexie steht nicht die Menge, sondern die Qualität der Nahrung im Fokus. Es geht insbesondere um den Verzicht auf vermeintlich ungesunde Bestandteile wie Zucker, Fett, Zusatzstoffe oder tierische Produkte. Die Grenze zwischen bewusster Ernährung und Zwang ist fließend.
Im Alltag äußert sich Orthorexie oft durch soziale Isolation, stark eingeschränkte Lebensmittelauswahl und ein kontrolliertes, ritualisiertes Essverhalten. Betroffene verbringen übermäßig viel Zeit mit Planung, Einkauf und Zubereitung ihrer Speisen. Werden die selbst gesetzten Regeln verletzt, treten häufig Schuldgefühle, Angst oder körperliche Abwehrreaktionen auf.
Orthorexie ist bislang nicht als eigenständige Diagnose in internationalen Klassifikationssystemen wie ICD-10 oder DSM-5 aufgeführt, wird aber zunehmend als subklinische Essstörung ernst genommen. Die gesundheitlichen Folgen können gravierend sein: Mangelernährung, Untergewicht, Menstruationsstörungen, Knochenschwäche und psychische Belastungen sind häufige Begleiterscheinungen.
Literaturangaben:
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