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Wärmebildgebung ist ein bildgebendes Verfahren, das Wärmestrahlung des Körpers sichtbar macht. Es hilft, Entzündungen, Durchblutungsstörungen und andere Erkrankungen frühzeitig zu erkennen.
Tipps & Infos zu Gesundheitsthemen Tipps & Infos zu GesundheitsthemenWärmebildgebung ist ein bildgebendes Verfahren, das Wärmestrahlung des Körpers sichtbar macht. Es hilft, Entzündungen, Durchblutungsstörungen und andere Erkrankungen frühzeitig zu erkennen.
Die Wärmebildgebung (auch medizinische Thermografie genannt) ist ein nicht-invasives diagnostisches Verfahren, das die von der Körperoberfläche abgegebene Infrarotstrahlung erfasst und in ein sichtbares Wärmebild umwandelt. Da jeder Bereich des menschlichen Körpers je nach Stoffwechselaktivität und Durchblutung unterschiedliche Wärmemengen abstrahlt, ermöglicht dieses Verfahren Rückschlüsse auf physiologische und pathologische Vorgänge im Körper.
Die Technologie basiert auf speziellen Infrarotkameras, die Temperaturunterschiede von weniger als 0,1 Grad Celsius an der Hautoberfläche messen können. Die Ergebnisse werden als farbcodiertes Bild dargestellt, in dem warme Bereiche heller (rot/gelb) und kältere Bereiche dunkler (blau/grün) erscheinen.
Die Wärmebildgebung wird in verschiedenen medizinischen Bereichen eingesetzt:
Vor der Untersuchung muss sich die Patientin oder der Patient in einem temperierten Raum akklimatisieren, damit die Körperoberfläche eine stabile Ausgangstemperatur erreicht. Die eigentliche Aufnahme erfolgt berührungslos und ohne Strahlenbelastung. Eine Infrarotkamera scannt die Körperoberfläche und misst die emittierte Wärmestrahlung. Die gewonnenen Temperaturdaten werden von einer Software ausgewertet und als farbcodiertes Bild dargestellt.
Wichtig ist, dass die Wärmebildgebung stets im Kontext mit anderen diagnostischen Verfahren bewertet wird, da sie keine Aussagen über tieferliegende Strukturen wie Organe oder Knochen erlaubt.
Die Wärmebildgebung hat auch Einschränkungen, die bei der diagnostischen Bewertung berücksichtigt werden müssen:
Im Gegensatz zu Verfahren wie der Magnetresonanztomografie (MRT) oder der Computertomografie (CT) liefert die Wärmebildgebung keine anatomischen Schnittbilder, sondern funktionelle Informationen über Wärmeverteilung und Stoffwechselaktivität an der Körperoberfläche. Sie ist damit ein ergänzendes, funktionelles diagnostisches Werkzeug.
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